Aktuelles:

April 2026

Pfarrgemeinde und Bürgerinitiative bewegen sich aufeinander zu

Das gemeinsame Ziel ist der Erhalt der St. Klara-Kapelle

Nach 20 Monaten intensiven Bemühungen um den Erhalt der St. Klara-Kapelle gibt

es nun für die Initiative „Bocholt Werte bewahren“ erstmals berechtigte Hoffnung auf

das Erreichen der angestrebten Ziele.

Grund für diese positive Einordnung ist ein Grundsatzgespräch zu dem Pfarrer

Hembrock Mitglieder der Initiative und Mitglieder des Kirchenvorstands der Pfarrei

St. Georg eingeladen hat.

Nachdem im Rahmen der regelmäßig stattgefundenen Mailkommunikation, mit der

IG seitens der Kirchengemeinde in den letzten Monaten mehrfach Andeutungen

geäußert wurden, dass eine Vermarktung des Klostergeländes lediglich unter dem

Erhalt der Klosterkirche befürwortet wird, scheint ein Abriss der Klara-Kapelle nicht

mehr zu befürchten.

Eine solche Bedingung, so sie dann tatsächlich durchgesetzt wird, stellt in den Augen

der Initiative den lang angestrebten Erfolg dar. So wendete sich die Initiative

schriftlich an den Pfarrer, der seinerseits die Einschätzung der IG teilte und ein

Treffen vorschlug um eine geeignete Form die Öffentlichkeit zu informieren zu

sprechen.

Die Gesprächsrunde war geprägt von einer angenehm sachlichen Stimmung und

gegenseitigem Verständnis, in dessen Verlauf eine immer deutlicher werdenden

Deckungsgleichheit von Vorstellungen und Zielen erkennbar wurde.

Auf Kirchenseite stellte ein für alle bautechnischen Angelegenheiten zuständig Vorstandsmitglied verschiedene

Szenarien vor, wie eine Bebauung des Klosterareals möglich sein könnte, ohne

dabei die Kapelle zu opfern.

Der Bocholter Architekt Heinz Fischer sorgte auf Seiten der

Interessengemeinschaft ein fachkompetentes Gleichgewicht.

Die Kirchengemeinde plant bis zum Jahresende Sondierungsgespräche mit

möglichen Interessenten und Investoren, bevor man sich letztlich für einen

Bewerber entscheidet.

Eine Veräußerung von Kapelle und Kloster an die koptische orthodoxe Gemeinde,

die bereits regelmäßig in der Klara-Kapelle ihre Gottesdienste abhält, stellt nach

Worten von Pfarrer Hembrock keine wirkliche Option dar.

Bevorzugt denkt die Pfarrei St. Georg an die Vergabe an einen Investor, der die

Errichtung sozialer Wohnbebauung vorantreibt.

Ob die historischen Klostermauern erhalten bleiben, konnte abschließend nicht

besprochen werden. Eine positive Entscheidung für den Erhalt der Einfriedung,oder

Teile dessen, würde die Möglichkeit eröffnen den im Bereich des Klosterfriedhofs

befindlichen Kreuzwegs dort zu belassen. Alternativ dazu regten die Vertreter der

Initiative, der der Kreuzweg inzwischen überlassen wurde, ein Herauslösen der

wertvollen Sandsteinreliefs und anschließende Platzierung an der Außenwand der

Kapelle vorzunehmen an, um auch der Öffentlichkeit diese wunderbare

Bildhauerarbeit zugänglich zu machen.

Zeitnah werden sich freiwillige Helfer daran begeben, die vierzehn

Kreuzwegstationen vor weiterer Verwitterung und Überwuchern zu schützen.

Festzustehen scheint, nach Schilderungen von Pfarrer Hembrock, die Auflösung

des Klosterfriedhofs. Erste Gespräche mit der Stadt Bocholt wurden bezüglich einer

Umbettung bereits geführt, fügte Stephan Langfeld hinzu.

Demnach sollen sowohl die Gebeine der hier bestatteten Ordensschwestern als

auch die Überreste der vierzehn zivilen Opfer der Bobeinangriffe vom 22. März

1945, die hier in einem Massengrab beerdigt wurden, auf dem städtischen Friedhof eine neue Ruhestätte erhalten.

Hier könnte auch die von der Interessengemeinschaft geplante Gedenkstätte, die gleichermaßen ein Mahnmal für den Frieden darstellt, entstehen.

Alternativ gibt es seitens der IG Pläne, diese im Vorhof der Kapelle zu errichten.

Entwürfe vom Bocholter Künstler Georg Spogahn, der auch das dazugehörige

Sandsteinrelief erstellen wird, liegen vor und wurden auch schon öffentlich

gemacht.

Das Treffen endete nach einer guten Stunde mit einer freundlichen Verabschiedung und dem gemeinsamen Wunsch nun auch das letztlich Erreichte als gemeinsamen Erfolg der Bocholter Bevölkerung zu präsentieren.


Ein mühevoller Weg führt nun wohl doch zum angestrebten Ziel. Wir haben

erreicht, dass wir die Bocholter Bevölkerung sensibilisieren und mobilisieren

konnten, sich gemeinsam gegen den Verlust eines wichtigen und letzten Zeugen

Bocholter Klosterkultur zu wehren.

Das Klarissenkloster war 125 Jahre lang ein lebendiges Stück Bocholt. Die

Ordensschwestern und Bocholter Bürger haben immer einander geholfen. Mit

Speisen, Spenden und Alltagshilfe auf der einen, und mit Gebeten und Seelsorge

für die Sorgen und Nöte der Menschen auf der anderen Seite.

Dass die Schwestern sogar ihren Klosterfriedhof mit den Angehörigen der

Kriegsopfer geteilt haben ,ist wohl als größtes Zeichen dieser Verbundenheit zu

sehen.

Mit der St. Klara-Kapelle bleibt somit auch ein unverzichtbares Stück Bocholter

Erinnerungskultur erhalten.

Es liegt in der Natur der Sache, dass zunächst eine kontroverse

Auseinandersetzung nötig war. Wir hatten und haben keine Rechte. Um etwas zu

bewirken brauchten wir also Öffentlichkeit. Dass wir den Bocholtern aus der Seele

gesprochen haben war unübersehbar. Mit einer so vehementen Unterstützung

haben wir nicht gerechnet. Einerseits erfuhren wir Bestätigung und Anerkennung.

Andererseits bedeutete dies auch Aufforderung und Verpflichtung, die uns

entgegengebrachte Solidarität mit Weitermachen zu beantworten.

Gewiss wurden anfänglich die Aktivitäten unserer Initiative mit Argwohn und Skepsis aufgenommen.

Am Ende sind wir froh über das Erreichte. Auch die über die Zeit entstandene

harmonische Atmosphäre ist bemerkenswert und verdient Anerkennung.





März 2026

Gesprächsrunde benennt gemeinsames Ziel

Das lange erhoffte Treffen hat nun endlich stattgefunden. Die Bemühungen der Initiative und Volkeswille zeigen Wirkung.
Unübersehbar bewegen sich die Interessensvertreter aufeinander zu.
Mit dem Formulieren teils deckungsgleicher Ziele verließen die sechs Anwesenden das Büro der Pfarrei St.Georg
und verständigten sich auf eine Presseveröffentlichung über den aktuellen Stand bezüglich der Zukunft von Kapelle und Kloster.
Das Treffen endete nach einer guten Stunde mit einer freundlichen Verabschiedung und dem gemeinsamen Wunsch nun auch das letztlich Erreichte als gemeinsamen Erfolg der Bocholter Bevölkerung zu präsentieren.

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März 2026

Das Warten hat ein Ende 
Nun gibt es endlich doch eine Gesprächsrunde. 

Gleich sechs Beteiligte werden in Kürze zusammenkommen um ein, aus unserer Sicht längst fälliges Gespräch über die Zukunft der St.Klara-Kapelle zu führen.
Aufgrund dieser Konstellation ist wohl eher nicht mit einer kurzen Sitzung und einer "Frohen Botschaft " die da heißt "die Kapelle bleibt " zu rechnen.
Pfarrer Hembrock und zwei Mitglieder des Kirchenvorstands
sind auf der einen Seite der Gespächsrunde, während unsere Interessen durch zwei Vertreter unserer Initiative unterstütz von einem renommierten Bocholter Architekten vertreten werden.
Man darf also auf das Ergebnis dieses Treffens gespannt sein.

Das von unserer Initiative und den gut 5.000 Bürgern, die unsere Petitionen unterschrieben haben, geforderte Ziel, nämlich die Kapelle zu erhalten erreicht zu haben, bräuchte nicht zwingend eine solche "Großveranstaltung " .

Steht jetzt wieder alles "auf Null"?




März 2026


Zwischen Euphorie und Ernüchterung


 Erfreulicher Weise erhielten wir recht zeitnah auf unseren Vorstoß eine schriftliche  Antwort von Herrn Hembrock.
So stimmt er unserer Einschätzung wohl zu wenn er schreibt: 

"In der Tat bin auch ich der Meinung, dass die Kirchengemeinde und die Nachbarschaftsinitiative das gleiche Ziel verfolgt, nämlich (zumindest) die St.-Klara-Kapelle zu erhalten." 
Auch möchte  er sich wie wir an die Öffentlichkeit wenden und bietet ein Gespräch mit unserer Initiative an, um über eine "geeignete Form der Veröffentlichung" zu befinden.
Leider konnte er kein kurzfristiges Treffen anbieten, da es noch "internen Abstimmungsbedarf" von seiner Seite gäbe.
Er benennt zwar eine Zeitfenster in dem ein Gesprächstermin stattfinden könnte, bleibt allerdings im Vagen, statt unsere Rückfrage nach Datum, Ort und Uhrzeit 
konkret  zu beantworten.

Aber zurück zu seiner Antwort auf unser Anschreiben:
Was ist eigentlich seine Kernaussage ?


Nach Meinung von Herrn Hembrock gibt es Übereinstimmung bezgl. der Zielsetzung zwischen Kirchengemeinde und unsere IG – mehr nicht ! 


Fragen zu seiner Antwort: 

Handelt es sich bei seiner Aussage um eine (seine) Einzelmeinung?

Sind mit „Kirchengemeinde“ Herr Hembrock und seine Gremien gemeint? 


Wenn mit „Kirchengemeinde“ nicht Herr Hembrock und die Pfarrgremien gemeint sind, welche ist dann die Zielsetzung von Pfarrer Hembrock und seinem Pfarreirat und seinem Kirchenvorstand ? 


Was heißt „Abstimmungsbedarf“ ? Abstimmung im Sinne von Abgleichung , oder Abstimmung im Sinne von eines Votums "dafür oder dagegen",, ?


Was möchte Pfarrer Hembrock eigentlich veröffentlichen? Ein Ergebnis oder lediglich einen Statusbericht ?


Jetzt gilt es wieder einmal abzuwarten wie ehrlich die Kommunikation seitens Pfarrer Hembrock gemeint ist, oder ob sein Vorgehen einmal mehr von taktischen Überlegungen geprägt ist. 
Man darf gespannt sein.




Februar 2026

Bringen Sie doch endlich die Sache auf den Punkt und machen Sie es endlich offiziell!

Immer wieder gab es in den vergangenen Monaten von offizieller Seite getätigte Äußerungen. 

Formulierungen wie „...unter Erhalt der St.-Klara-Kapelle zu entwickeln,….über die Innengestaltung der Kapelle zu bestimmen,….die St.-Klara-Kapelle übernehmen und dauerhaft nutzen, ….Finanzierung einer eventuellen Nachnutzung der Kapelle, der Gebäude und des Geländes.„ 

kann man entnehmen, dass ein Abriss der Kapelle offensichtlich wohl nicht mehr zu befürchten ist.
Dies würde für unsere IG das Erreichen unseres Zieles, nämlich den Erhalt der St. Klara-Kapelle zu erwirken, bedeuten.

Auch bei der Führung durch die Kapelle und das Kloster im Mai 2025 äußerte Pfarrer Hembrock gegenüber den Teilnehmern, dass die Kapelle und somit auch die wertvollen Glaskunstfenster erhalten bleiben. 

Eine im September von Herrn Hembrock kommunizierten Informationen haben wir wie folgt formuliert: 

Offen ist nach wie vor auch, was letztlich auf dem ca. 6000 m² Klosterareal entstehen soll und ob die Kapelle oder das Kloster oder Teile davon in eine Neubebauung integriert werden können.
Die Pfarrei St. Georg hat diesbezüglich eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, die klarstellen soll, ob die Bausubstanz der Gebäude dies zulässt. 
Der Erhalt der Kapelle wird seitens der Pfarrei jedenfalls vorausgesetzt.
Die Gespräche mit möglichen Investoren werden in naher Zukunft stattfinden.
Weitere öffentliche Äußerungen  von Offiziellen sind eindeutig und untermauern die Absicht die Kapelle zu erhalten.
 

Unter der Voraussetzung, dass wir die Situation korrekt einschätzen, halten wir den Zeitpunkt für gegeben auch die Öffentlichkeit über diese Entwickelung zu informieren. 

Hierbei ist es unser Anliegen, nicht die ursprüngliche, naturgemäß kontroverse, Auseinandersetzung in den Fokus zu stellen, sondern das letztlich Erreichte als gemeinsamen Erfolg der Bocholter Bevölkerung zu präsentieren. 
Mit diesem Vorstoß hat sich unsere Initiative schriftlich an die Pfarrgemeinde St.Georg gewandt.
Auf die Antwort darf man gespannt sein !


 


Januar 2026
 

Schloss Diepenbrock engagiert sich für Bocholter Kirchenkunst 

Die Herren Tenhofen (Eigentümer) und Lübberdink (Archivar) sind über die Berichterstattung im BBV auf unsere Bemühungen, den Kreuzweg des Klarissenklosters zu erhalten, aufmerksam geworden und bieten ihre Unterstützung an. 

So äußerten Sie die Idee, den 14 Kreuzwegstationen im Schlosspark an der Wasserburg eine neue Heimat zu geben, und uns so eine Alternative zu der Aufnahme einiger Reliefplatten in den Bestand des Bocholter Stadtmuseums anzubieten. 

Um sein Engagement zu erläutern, lud nun Schlossherr Gisbert Tenhofen Vertreter unserer Initiative zu einem Ortstermin ein. Das Gespräch mit der Familie Tenhofen, Eigentümer der Wasserburg Schloss Diepenbrock, und Schlossarchivar Andreas Lübberdink, das in den historischen Räumen am knisternden Kaminfeuer stattfand, war geprägt von einer freundlichen und angenehm lockeren Atmosphäre. 

Nachdem Gisbert Tenhofen den Vertretern der IG Teile des Schlosses, und hier insbesondere die Schlosskapelle, die in ihrer siebenhundert jährigen Geschichte von einigen der vorhergegangenen Schlossherren aus Konfessionsgründen zerstört und wiederaufgebaut wurde, zeigte, erklärte er von der großen Veranda des Schlosses aus, wie sich die Platzierung des Kreuzweges entlang der Gräfte darstellen könnte. Vorstellungen, wie und woran die Sandsteinreliefplatten letztlich befestigt würden oder auf welche Weise sie vor möglicher Verwitterung zu schützen sind, konnte der Schlossherr beim ersten Gesprächstermin noch nicht skizzieren. Hiermit wird man sich wohl erst intensiv beschäftigen ,wenn ein „Umzug“ des Kreuzweges konkret wird. 
 Somit sind auch die zu erwartenden Kosten und Wege und Möglichkeiten der Finanzierung noch nicht zu definieren. Hier hofft unsere Initiative auf die finanzielle Unterstützung von Spendern. 

Wichtig bleibt die Zusage an die Initiative „Bocholts Werte bewahren“ den Kreuzweg in seiner Gesamtheit, also alle 14 Stationen, im Schlosspark wieder zu errichten und somit einen wertvolles Stück Bocholter Kirchenkunst für die Zukunft zu bewahren und endlich , was bislang im Garten des Klarissenklosters nicht möglich war, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 

Nach wie vor, präferieren wir als IG den Verbleib des Kreuzwegs im Klostergarten oder eine Verbringung in oder an der St.Klara-Kapelle. Dies ,sowie auch die Zukunft des Altarbildes von Johannes Theissing, ist jedoch von der Zustimmung eines neuen Eigentümers der Gebäude und des Areals abhängig.

Unser Bild zeigt den Bildhauer und Steinmetz Marc Benning bei der Begutachtung des Kreuzwegs. 

Da die Finanzierung  allein Aufgabe unserer Initiative ist, bitten wir Sie unser Vorhaben mit eine Geldspende zu unterstützen.


November 2025

Bocholter Heimatmuseum positioniert sich klar für die Erhaltung der Kirchenkunst 

Ein Besuch des Klarissenklosters von der Leiterin des Bocholter Heimatmuseums und die Besichtigung und Beurteilung des Altarbildes von Johannes Theissing, brachte unserer Initiative das erhoffte Ergebnis. 
„Wir würden auf jeden Fall das Triptychon in den Museumsbestand aufnehmen.“ So eindeutig äußerte sich Lisa Resing gegenüber Vertretern unserer Initiative spontan. Die Bocholter Bevölkerung hat ein Recht darauf, dass dieses einzigartige Altarbild für die Zukunft gesichert ist. Zwar würde das monumentale Gemälde nicht der ständigen Ausstellung zugeführt, jedoch zu bestimmten thematischen Sonderausstellungen gehängt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 
Für den Bocholter Künstler Georg Spogahn, der sich für die Restaurierung des Triptychons zur Verfügung stellt, bedeutet die Zusage, seine bevorstehenden Arbeitsabläufe zu koordinieren. Auf Wunsch von Frau Resing sollen alle Beschädigungen fotografisch dokumentiert werden. Danach müssen technische Voraussetzungen für Spogahns Arbeiten wie Beleuchtung, Heizung, Gerüstbau usw., geschaffen werden. Voraussichtlich in den Frühjahrsmonaten könnte sodann die Restauration beginnen. 
Zwischenzeitlich hat uns die Pfarrei St.Georg auch eine Überlassungsurkunde überreicht. Die sei „eine unverzichtbare Voraussetzung“ (so Lisa Resing) für den Erhalt die Wiederherstellung und die Aufnahme in den den Museumsbestands des Flügelaltares. 
Elke Westerhoff, Nichte von Johannes Theissing, erfuhr von der Absicht das Triptychon Ihres Onkels wiederherzustellen und zu bewahren und stellte spontan einen Geldbetrag hierfür zur Verfügung. 
Einig sind sich alle Beteiligten indes, dass das restaurierte Altarbild wieder dahin zurückgeführt werden soll, wo es hingehört, in die Klarakapelle. 
Dies ist jedoch weiterhin unsicher, da noch nicht eindeutig geklärt ist, ob die Kapelle erhalten bleibt ,oder wem sie letztlich gehören wird. 
Um so wichtiger ist die Zusage des Stadtmuseums, das Monumentalgemälde zu sichern um letztlich eine Vernichtung zu verhindern. 

 
Auch bezüglich des Sandsteinkreuzwegs im Klostergarten bot die Museumsleiterin ihre Unterstützung an. So ein Herauslösen der Reliefplatten aus der Klostermauer gelänge, wäre das Bocholter Stadtmuseum bereit einige Tafeln in ihren Bestand aufzunehmen. „Ich befürchte, für alle vierzehn Stationen des Kreuzwegs ist in unserem Archiv kein Platz“ so Lisa Resing.
Auch hier hat der Verbleib des Kreuzwegs in der Kapelle oder im Klostergarten Priorität. Erfreulich ist, dass wenigstens ein Teil des wertvollen Kreuzwegs im Stadtmuseum vor der Zerstörung bewahrt würde.

Da die Finanzierung  allein Aufgabe unserer Initiative ist, bitten wir Sie unser Vorhaben mit eine Geldspende zu unterstützen.


Oktober 2025

Kirchenkunst darf nicht auf den Müll landen

Nachdem uns nun eine offizielle Überlassungsurkunde der Pfarrei St. Georg vorliegt, kann unsere Initiative den nächsten Schritt gehen.
Diese Kunstgegenstände sollen nach unseren Wünschen wieder in die Klara-Kapelle verbracht werden. Das heißt, dass das restaurierte Triptychon wieder an seinen ursprünglichen Platz im Altarraum zurückkehren soll. Auch die Relieftafeln der 14 Kreuzwegstationen sollten nach Wünschen der Interessengemeinschaft Platz in der Kapelle finden, um nicht länger der Korrosion ausgesetzt zu sein, und dann auch öffentlich zugänglich wird. 
Über unsere guten Kontakte zu Heimatverein und EUREGIO-Kunstkreis, zeigt sich nun auch das Bocholter Stadtmuseum interessiert, diese einzigartige Kirchenkunst in seinen Bestand aufzunehmen, um somit eine Alternative zu ermöglichen, die den Verfall des Kreuzweges und die Vernichtung des Altarbildes verhindern könnten. 
Ein Gremium von Fachleuten aus Kunst und Handwerk eruiert derzeit, gemeinsam mit Vertretern des Stadtmuseums, welche Lösungen realisierbar sind und ob der Wert der Kunstwerke im Verhältnis zu den zu erwartenden Kosten steht.
Ob die Kapelle letztlich erhalten bleibt, oder wem sie dann zukünftig gehören wird, ist nach wie vor offen. Ebenso die Frage, ob der mögliche neue Eigentümer unserer IG die Rückführung der Kirchenkunst in die Kapelle gestattet. 
Sollte ein Herauslösen des Kreuzwegs aus der Klostermauer nicht möglich sein, diese aber letztlich erhalten bleibt, gilt es einen Weg zu finden, die kunstvollen Sandsteinrelieftafeln vor Ort zu konservieren, oder vor dem Verfall durch Witterungseinflüsse zu schützen.
  

Da die Finanzierung  allein Aufgabe unserer Initiative ist bitten wir Sie unser Vorhaben mit eine Geldspende zu unterstützen.

Weitere Informationen "Mehr / Wir brauchen Ihre Spende"

Kostbarer Kreuzweg im Klostergarten entdeckt

Was kaum jemand weiß, im Klostergarten, an der Klostermauer im Bereich des Friedhofs auf dem sowohl die verstorbenen Ordensschwestern als auch 14 den Bombenangriffen vom 22. März 1945 zum Opfer gefallenen Nachbarn ihre letzte Ruhe gefunden haben, gibt es einen wunderschönen Kreuzweg. Die vierzehn Stationen zeigen den Leidensweg Christi, liebevoll und detailgetreu als Relief in Sandsteintafeln gearbeitet, und befinden sich in einem bemerkenswert guten Zustand. Durch meine ehrenamtliche Tätigkeit im Klostergarten und auf dem Friedhof war mir ein Blick auf diesen einmalig schönen Kreuzweg und seine Darstellungen gewährt.
Ich habe zur Bestätigung meiner Einschätzung auch erfahrene Kunstschaffende gebeten ihre Expertise abzugeben. Sie definieren des Material als „Baumberger Sandstein“. Die Art der Darstellungen und den bildhauerischen Stil ordnen sie dem Neugotischen Stil zu, und datieren somit den Zeitraum der Entstehung auf den Anfang des 20. Jahrhunderts. Da die Äbtissin Baptista offenbar die erste Ordensfrau war die hier beigesetzt wurde, wenigstens gibt es keine älteren Grabmale auf dem Klosterfriedhof, ist es naheliegend, dass in dieser Zeit sowohl der Friedhof (im Jahre 1918), als solches als auch der Kreuzweg entstanden sind. Leider blieben unsere Recherchen zu dem Schöpfer dieser Bildhauereien lange erfolglos.  

Die ehemalige Äbtissin Sr.Maria, die jetzt gemeinsam mit drei weiteren ehemaligen Bocholter Klarissenschwestern im bayrischen Kloster "Maria Vesperbild" lebt, schrieb mir dann zu Ostern 2025: „Der Kreuzweg wurde vom Bildhauer Alfons Mazzotti aus Münster erstellt und zwar im Januar 1938. Es sollte als Jubiläumsgabe zum 40-jährigen Bestehen des Klosters am 2.Juli gedacht sein. Allerdings sind 5 Stationen erneuert worden, und zwar die auf dem Friedhof. Durch die ungeschützte Lage schienen diese durch die Witterung mehr geschädigt worden zu sein. Der Restaurator versuchte sich genau an das Original zu halten, bedauerte jedoch, dass ihm dies nicht so vollkommen gelungen wäre.“ 


Wer weiß was mit diesen Kunstwerken geschieht und ob dieser wertvolle Zeuge unserer Geschichte erhalten bleibt.







Die Absicht eine Gedenkstätte zu schaffen nimmt langsam konkrete Gestalt an

Die Realisierung der von unserer Initiative ins Leben gerufenen Idee, eine Gedenkstätte zu schaffen, wird immer wahrscheinlicher. Erst unlängst ließ die Eigentümerin des Klosters und des Geländes, die Pfarrgemeinde St.Georg,     in einem persönlichen Gespräch ihre Bereitschaft erkennen der Verwirklichung unserer Pläne zuzustimmen.
Die Gedenkstätte, die auch ein Mahnmal sein soll, soll sowohl dem Andenken der  auf dem Friedhof im Klostergarten ruhenden Ordensschwestern , als auch de
n 14 zivilen Opfern, die bei der Bombardierung Bocholts am 22.März 1945 ums Leben gekommenen ,und hier in einem Massengrab beerdigt sind, gelten.
Der bekannte Bocholter Künstler Georg Spogahn zeichnete unlängst die Entwürfe für ein Sandsteinrelief.
Das brennende Kloster, eine betende Klarissenschwester, die vor in Tüchern gewickelte Leichname kniet, sollen die bestimmenden Elemente dieser Bildhauerei sein. Die Arbeit soll in die Grotte unweit des Klosterfriedhofs eingefügt werden. Da aber derzeit noch unbekannt ist wo die Gedenkstätte entstehen soll, da fraglich ist, dass der Klostergarten in seiner jetzigen Form erhalten bleibt, zeichnete Spogahn
auch alternative Entwürfe für einen Nachbau der Grotte oder einer "Feldkapelle".
Die Stadt Bocholt, in Person von Bürgermeister  Thomas Kerkhoff, hat zur Findung eines öffentlichen Ortes in der Nähe des Klosters ihre Unterstützung  zugesagt, sofern die Errichtung innerhalb der Klostermauern nicht mehr möglich ist.

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 weitere Informationen "Mehr /Presse

Radfahren gegen das Vergessen

In Zusammenarbeit mit dem Onderduikmuseum in Aalten, der Stadt Bocholt und gefördert durch Europe Direct Bocholt findet eine von Bocholt zum National Onderduikmuseum in Aalten eine geführte grenzüberschreitende leichte Radtour auf ruhigen Straßen und Wegen auf deutschem und holländischen Grenzgebiet statt.


Wir besuchen auf einer Rundtour verschiedene kriegshistorische Orte und hören von unseren holländischen Begleitern tiefgehende, ergreifende Erzählungen zu den Kriegsgeschehnissen der Jahre 1940 – 1945.

Auch besuchen wir eine Gedenkstätte die an ein unfassbares Ereignis erinnert.

An diesem Ort wurden kurz vor Kriegsende (am 02.03.1945) von deutschen Wehrmachtsangehörigen in den frühen Morgenstunden 46 Niederländer auf freiem Feld exekutiert.

Diese so genannten „Todeskandidaten“ wurden vorher aus dem Kruisberg - Gefängnis in Doetinchem geholt.

Dieser „Vergeltung“ war eine Aktion der Widerstandsgruppe De Bark vorausgegangen, bei der in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1945 vier deutsche Soldaten getötet wurden.

Diese so genannten „Todeskandidaten“ wurden vorher aus dem Kruisberg - Gefängnis in Doetinchem geholt.

Dieser „Vergeltung“ war eine Aktion der Widerstandsgruppe De Bark vorausgegangen, bei der in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1945 vier deutsche Soldaten getötet wurden.

Geraden in der heutigen Zeit, ist nicht nur bei uns sondern in ganz Europa , sogar weltweit ein Wiedererstarken rechter Tendenzen

zu sehen. Autokraten führen völkerrechtswidrige Angriffskriege, die älteste Demokratie wird in ihren Grundfesten erschüttert und tatkräftig demontiert.

Um so mehr ist es notwendig, auch durch solche Aktionen wie die "Radtour gegen das Vergessen“ Stellung zu beziehen, seine Stimme zu erheben, und nicht tatenlos zuzusehen, wie Geschichte sich Geschichte wiederholt !

Die Radtour richtet sich an Menschen ab 16 Jahren und findet am Sonntag, 31. Mai 2026 statt. Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 40 km.

Die Teilnahmegebühr beträgt 15,- und beinhaltet Veranstaltungsversicherung,Torbegleitung, Informationen und lebhafte Erläuterungen, zwei Besuche im Aaltener Onderduikmuseum mit jeweils Kaffee/Mineralwasser und Gebäck, am Nachmittag gibt es zusätzlich eine Suppe, eine sog. „Vrijheidszoep“ (Freiheitssuppe) die alljährlich von niederländischen Sterneköchen neu kreiert wird. 

Überdies erhalten Teilnehmende ein Ticket für einen Besuch des Onderduikmuseums (gültig bis zum Jahresende). 

Interessenten melden sich bitte per Email unter
[email protected]




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Oktober 2025

Christian Mangen spricht klare Worte

Auch der neue Bocholter Bürgermeister Christian Mangen (hier zu sehen bei einer Informationsveranstaltung unserer Initiative im Juli) positioniert sich eindeutig für den Erhalt des Klarissenklosters und seiner Kapelle. Auch eine Schirmherrschaft über die St. Klara-Kapelle würde er, auf Befragen des Sprechers der Initiative, übernehmen.

Oktober 2025

Lichtschein am Ende des Tunnels ?

Seit nunmehr einem Jahr kämpft unsere Initiative gegen den Abriss der Klara-Kapelle. Und erstmals gibt es mehr als einen Hoffnungsschimmer, dass unsere Bemühungen am Ende Früchte tragen.
Aber Vorsicht vor übertriebener Euphorie! Noch gibt es keine wirkliche Klarheit. Noch haben sich die handelnden Personen nicht entschieden. Noch kann das Pendel in alle Richtungen ausschlagen. 
Als positives Signal kann wohl die Kontaktaufnahme und ein erstes Gespräch  mit einem Bauträger unserer Meinung nach gesehen werden. 
Offen bleibt, was am Ende vom Kloster und von der Kapelle bleibt, ob eventuell Teile der bestehenden Gebäude weitergenutzt werden und welchem Nutzen sie zugeführt werden könnten. Offen ist nach wie vor auch, was letztlich auf dem ca. 6000 m² Klosterareal entstehen soll und ob die Kapelle oder das Kloster oder Teile davon in eine Neubebauung integriert werden können.
Die Pfarrei St. Georg hat diesbezüglich eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, die klarstellen soll, ob die Bausubstanz der Gebäude dies zulässt. Der Erhalt der Kapelle wird seitens der Pfarrei jedenfalls befürwortet. 
 Die Gespräche mit den Beteiligten werden in naher Zukunft weitergehen, man kann gespannt sein.
 



September 2025

Zwischen Hoffen und Bangen.
Ehrliches Interesse oder taktischer Winkelzug?

Die Absicht Gespräche aufzunehmen äußerte Pfarrer Hembrock bereits am 1. April. So wünschte er eine Terminabsprache mit einem Architekten der unsere Bemühungen unterstützt, bezüglich einer Begehung und Besichtigung des Klarissenklosters. 
Jedoch erst jetzt wird es zu einem ersten Gespräch kommen. Der  Inhalt dieser Unterredung steht fest, das Ergebnis bleibt vorerst spekulativ. 
Möglicherweise  scheint es nun doch seitens der Pfarrei St. Georg Interesse an dieser Übernahmemöglichkeit zu geben.
Die Absicht des Architekten und die daraus resultierende Empfehlung an einen befreundeten seriösen lokalen Großunternehmer, Kloster und Kapelle zu übernehmen, Für Teile des Kirchenvorstands ist dies keine Option, sodass die Stimmen die für einen Abriss plädieren nicht verstummen. Tatsache ist, dass  diese wertvolle Problemlösung immer noch ausgebremst scheint und auf dem Abstellgleis gelandet zu sein.

 Nachdem nun ein erstes Gespräch stattgefunden hat und der die Interessen des Investors und unserer Initiative vertretende Architekt die Kapelle und das Kloster besichtigen konnte, haben sich die Protagonisten auf die Fortsetzung von Gesprächen verständigt. Ob hierin eine Weichenstellung Richtung Erhalt von Kapelle und das Kloster zu sehen ist ? 


August 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (4)

Komm in die Pötte, 
St. Georg !


Was das Bocholter Klarissenkloster und seine neugotische Kapelle betrifft, so ist nach den Äußerungen von Pfarrer Hembrock wohl davon auszugehen, dass auf Seiten der Pfarrei kaum Interesse am Erhalten und der Verwendung der Gebäude besteht und die Vermarktung des Grundstücks und des Gartenareals wohl eher Priorität hat. Das von ihm mehrfach betonte Interesse, die Kapelle zu erhalten, scheint nach seinen Äußerungen in „Kirche+Leben“ in der Ausgabe vom 12.06. (online am 30.05. - siehe auch auf der Homepage klarissenkloster-bocholt.de  unter „Presse“) wohl eher gering zu sein, macht Herr Hembrock dies doch von Kostenneutralität, sprich von Vermarktung an andere Konfessionen oder Glaubensgruppen, abhängig. Den Abriss der Klostergebäude hält er demnach wohl für alternativlos. 



Auch ein veritabler Investor, der der IG „Bocholts Werte bewahren“ über einen vermittelnden Bocholter Architekten sein Interesse die Kapelle und möglicherweise auch das Kloster zu übernehmen bekundete, würde das von Pfarrer Hembrock skizzierte Modell wohl nicht bedienen. Dabei böte sich der Pfarrei eine veritable , vielleicht sogar DIE Komplettlösung! Dass Herr Hembrock und sein Kirchenvorstand diese Option immer noch ignorieren, ja nicht einmal bereit sind hierüber Gespräche zu führen, obwohl die Nutzungsideen des Investors sozial, kirchlich und kulturell orientiert sind, und dem Pfarrer der Name des Investors bekannt ist, ist nicht nachvollziehbar. Stattdessen klammert sich die Pfarrei an einen selbstauferlegten Dreistufenplan der eine Vermarktung der Kapelle als letzte Option einstuft. 


Juli 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (3)

Gewiss ist da die Beseitigung von alten Gebäuden und die damit verbundene Rückgewinnung eines lukrativen Bauareals die reizvollere Lösung. Aber wenn die Kirchen wie oben angeführt, schon nicht schuldlos an ihrer Misere sind, dann ist es wenig ehrenhaft sich hinter den bösen Kirchenaustretern zu verstecken. Wer sich z.B. das Immobilienkonzept des Pfarrgemeinde St.Georg ansieht ( frei einsehbar im Internet) , dem wird eine Statistik über die Entwicklung der Austrittszahlen über einen Zeitstrahl von 20 Jahren ins Auge fallen. Obwohl erst die Zahlen der letzten 4 Jahre vorliegen, geht man von einer linearen Fortsetzung der Kirchenaustritte in den kommende 16 Jahren aus. 

Welche Interpretationen lässt eine solche Grafik zu? Ist das Resignation oder Gleichgültigkeit ,oder gibt es doch immer noch unvorstellbar großen Kirchenreichtümer, die die "Kirchenfürsten" ruhig schlafen lassen? Jedes Wirtschaftsunternehmen, ja jeder Privathaushalt müsste und würde auf eine solche Prognose reagieren ,um den Ruin zu verhindern. 

Wir glauben, ein engagierter Kampf und ein kreativer Umgang mit der augenblicklichen Situation würde die Menschen eher beeindrucken als eine Abrissbirne , und es wäre endlich ein positives Signal seitens der Kirchen, das gewiss von vielen erkannt und positiv aufgenommen würde. Der Abriss eines Gotteshauses hingegen mag wirtschaftlich gesehen sinnvoll sein, beschädigt aber gleichzeitig den Ruf der Kirche was wiederum die Zahl der Kirchenaustritte eher anwachsen lässt. Also ein völlig falsches Signal das zudem die Frage aufwirft, ob die Kirche noch an sich selbst glaubt. 


Den Kirchen fehlt offenbar nicht nur ein Konzept, um sich der Entwicklung des Niedergangs entgegenzustellen. Es fehlt ihnen auch an Willen und Mut den dringend erforderlichen Aufbruch herbeizuführen. Die positive Entwicklung in anderen religiösen Gemeinschaften zeigt ja, dass die Abkehr von Religion eben kein gesellschaftlicher Zeitgeist ist. Vielmehr werden lediglich die Kirchen für viele Menschen zunehmend unattraktiv. 

Ein kreativer Umgang hingegen, der mancherorts bereits aufkeimt, würde sowohl gläubigen als auch den kirchenfernen Menschen Hoffnung machen , dass sich ihre Kirche zu einer zukunftsgerichteten und modernen Institution entwickelt. 

Die Kirchen sollten sich also ihren Problemen stellen und Willen und den Mut zeigen Verbesserungen zu erwirken. Sie dürfen sich nicht schweigend dieser Verantwortung entziehen sondern sollten beherzt den Kampf gegen den eigenen Verfall annehmen. Also, „Komm in die Pötte“ St. Georg! 





Juli 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (2)

von Klammen Kassen und altem Reichtum
 

Wie auch, hat man doch jahrhundertelang aus dem Vollen schöpfen und mühelos riesige Reichtümer anhäufen können. Jahrhundertelang haben Dogma und die Unterstellung von Schuld und Sünde die Gläubigen an die Kirche gebunden, und der Ablasshandel bis Ende der 1900er Jahre floriert. 


Nach Recherchen der IG weist das Bistum Münster aktuell immer noch eine Bilanzsumme von rund 2,05 Milliarden Euro aus. Die Summe setzt sich im wesentlichen aus Sachanlagen wie Immobilien und Grundstücken samt Ausstattung im Wert von etwa 743 Millionen Euro sowie aus Finanzanlagen in Höhe von rund 

1,21 Milliarden Euro zusammen. (Kirchenschätze sind in der Regel in der Bilanzsumme eines Kirchenverbands nicht explizit als separate Bilanzposition aufgeführt. Stattdessen werden sie in der Regel als Teil des Gesamtvermögens bewertet und in der Bilanz mit einem geringen Wert oder einem Restwert von einem Euro ausgewiesen.) Dem stehen auf der Passiv-Seite ein Eigenkapital von 1,35 Milliarden Euro, sowie Rückstellungen insbesondere für Pensionsansprüche von Mitarbeitern in Höhe von etwa 650 Millionen Euro entgegen.


Juni 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (1)

Dass deutschlandweit inzwischen jedes 4. Gotteshaus von den zuständigen Bistümern geschlossen wird, wird wirtschaftlich betrachtet den zahlreichen Kirchenaustritten und den damit verbundenen sinkenden Kirchensteuereinnahmen zugeordnet. Aber auch die vielerorts unnötigen und nicht selten überdimensionalen Bauaktivitäten der Bistümer des letzten Jahrhunderts, obwohl die Zahl der Katholiken schon in den 1950er Jahren um teilweise bis zu 40 % gesunken ist, haben, ebenso wie die Verfehlungen einiger Geistlicher, in erheblichem Maße zu dieser Entwicklung beigetragen. Dass von etwa 100 Kirchen 20 der Schließung oder einem Abriss zum Opfer fallen, ist eine traurige Bilanz. 

 Umnutzungsmöglichkeiten , wie in der Bocholter Heilig-Kreuz-Kirche gerade zu erleben , gibt es genug. In anderen Städten und Gemeinden und sowieso bei unseren holländischen Nachbarn gibt es hierfür wunderbare Beispiele. Auch gibt es allen Orts spezialisierte Maklerbüros , die sich auf die Vermarktung von Sakralbauten spezialisiert haben. So gestaltete zum Beispiel das Düsseldorfer Unternehmen „Küss Den Frosch“ eine evangelische Kirche in Homberg eine Grabkammer, die Platz für 6000 Urnen bietet, um. 

Dass eine kommerzielle Nutzung eher kritisch zu sehen ist, und die Einbeziehung beispielsweise eines Sozialverbandes großer baulicher und somit auch der finanzieller Anstrengungen bedarf, ist unbestritten. Am Ende geht es immer um das Wollen und um den von außen geforderten Mut.

Radfahren gegen das Vergessen

In Zusammenarbeit mit dem Onderduikmuseum in Aalten, der Stadt Bocholt und gefördert durch Europe Direct Bocholt findet eine von Bocholt zum National Onderduikmuseum in Aalten eine geführte grenzüberschreitende leichte Radtour auf ruhigen Straßen und Wegen auf deutschem und holländischen Grenzgebiet statt.


Wir besuchen auf einer Rundtour verschiedene kriegshistorische Orte und hören von unseren holländischen Begleitern tiefgehende, ergreifende Erzählungen zu den Kriegsgeschehnissen der Jahre 1940 – 1945.

Auch besuchen wir eine Gedenkstätte die an ein unfassbares Ereignis erinnert.

An diesem Ort wurden kurz vor Kriegsende (am 02.03.1945) von deutschen Wehrmachtsangehörigen in den frühen Morgenstunden 46 Niederländer auf freiem Feld exekutiert.

Diese so genannten „Todeskandidaten“ wurden vorher aus dem Kruisberg - Gefängnis in Doetinchem geholt.

Dieser „Vergeltung“ war eine Aktion der Widerstandsgruppe De Bark vorausgegangen, bei der in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1945 vier deutsche Soldaten getötet wurden.

Diese so genannten „Todeskandidaten“ wurden vorher aus dem Kruisberg - Gefängnis in Doetinchem geholt.

Dieser „Vergeltung“ war eine Aktion der Widerstandsgruppe De Bark vorausgegangen, bei der in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1945 vier deutsche Soldaten getötet wurden.

Geraden in der heutigen Zeit, ist nicht nur bei uns sondern in ganz Europa , sogar weltweit ein Wiedererstarken rechter Tendenzen

zu sehen. Autokraten führen völkerrechtswidrige Angriffskriege, die älteste Demokratie wird in ihren Grundfesten erschüttert und tatkräftig demontiert.

Um so mehr ist es notwendig, auch durch solche Aktionen wie die "Radtour gegen das Vergessen“ Stellung zu beziehen, seine Stimme zu erheben, und nicht tatenlos zuzusehen, wie Geschichte sich Geschichte wiederholt !

Die Radtour richtet sich an Menschen ab 16 Jahren und findet am Sonntag, 31. Mai 2026 statt. Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 40 km.

Die Teilnahmegebühr beträgt 15,- und beinhaltet Veranstaltungsversicherung,Torbegleitung, Informationen und lebhafte Erläuterungen, zwei Besuche im Aaltener Onderduikmuseum mit jeweils Kaffee/Mineralwasser und Gebäck, am Nachmittag gibt es zusätzlich eine Suppe, eine sog. „Vrijheidszoep“ (Freiheitssuppe) die alljährlich von niederländischen Sterneköchen neu kreiert wird. 

Überdies erhalten Teilnehmende ein Ticket für einen Besuch des Onderduikmuseums (gültig bis zum Jahresende). 

Interessenten melden sich bitte per Email unter
[email protected]




---------------------------------------------


Oktober 2025

Christian Mangen spricht klare Worte

Auch der neue Bocholter Bürgermeister Christian Mangen (hier zu sehen bei einer Informationsveranstaltung unserer Initiative im Juli) positioniert sich eindeutig für den Erhalt des Klarissenklosters und seiner Kapelle. Auch eine Schirmherrschaft über die St. Klara-Kapelle würde er, auf Befragen des Sprechers der Initiative, übernehmen.

Oktober 2025

Lichtschein am Ende des Tunnels ?

Seit nunmehr einem Jahr kämpft unsere Initiative gegen den Abriss der Klara-Kapelle. Und erstmals gibt es mehr als einen Hoffnungsschimmer, dass unsere Bemühungen am Ende Früchte tragen.
Aber Vorsicht vor übertriebener Euphorie! Noch gibt es keine wirkliche Klarheit. Noch haben sich die handelnden Personen nicht entschieden. Noch kann das Pendel in alle Richtungen ausschlagen. 
Als positives Signal kann wohl die Kontaktaufnahme und ein erstes Gespräch  mit einem Bauträger unserer Meinung nach gesehen werden. 
Offen bleibt, was am Ende vom Kloster und von der Kapelle bleibt, ob eventuell Teile der bestehenden Gebäude weitergenutzt werden und welchem Nutzen sie zugeführt werden könnten. Offen ist nach wie vor auch, was letztlich auf dem ca. 6000 m² Klosterareal entstehen soll und ob die Kapelle oder das Kloster oder Teile davon in eine Neubebauung integriert werden können.
Die Pfarrei St. Georg hat diesbezüglich eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, die klarstellen soll, ob die Bausubstanz der Gebäude dies zulässt. Der Erhalt der Kapelle wird seitens der Pfarrei jedenfalls befürwortet. 
 Die Gespräche mit den Beteiligten werden in naher Zukunft weitergehen, man kann gespannt sein.
 



September 2025

Zwischen Hoffen und Bangen.
Ehrliches Interesse oder taktischer Winkelzug?

Die Absicht Gespräche aufzunehmen äußerte Pfarrer Hembrock bereits am 1. April. So wünschte er eine Terminabsprache mit einem Architekten der unsere Bemühungen unterstützt, bezüglich einer Begehung und Besichtigung des Klarissenklosters. 
Jedoch erst jetzt wird es zu einem ersten Gespräch kommen. Der  Inhalt dieser Unterredung steht fest, das Ergebnis bleibt vorerst spekulativ. 
Möglicherweise  scheint es nun doch seitens der Pfarrei St. Georg Interesse an dieser Übernahmemöglichkeit zu geben.
Die Absicht des Architekten und die daraus resultierende Empfehlung an einen befreundeten seriösen lokalen Großunternehmer, Kloster und Kapelle zu übernehmen, Für Teile des Kirchenvorstands ist dies keine Option, sodass die Stimmen die für einen Abriss plädieren nicht verstummen. Tatsache ist, dass  diese wertvolle Problemlösung immer noch ausgebremst scheint und auf dem Abstellgleis gelandet zu sein.

 Nachdem nun ein erstes Gespräch stattgefunden hat und der die Interessen des Investors und unserer Initiative vertretende Architekt die Kapelle und das Kloster besichtigen konnte, haben sich die Protagonisten auf die Fortsetzung von Gesprächen verständigt. Ob hierin eine Weichenstellung Richtung Erhalt von Kapelle und das Kloster zu sehen ist ? 


August 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (4)

Komm in die Pötte, 
St. Georg !


Was das Bocholter Klarissenkloster und seine neugotische Kapelle betrifft, so ist nach den Äußerungen von Pfarrer Hembrock wohl davon auszugehen, dass auf Seiten der Pfarrei kaum Interesse am Erhalten und der Verwendung der Gebäude besteht und die Vermarktung des Grundstücks und des Gartenareals wohl eher Priorität hat. Das von ihm mehrfach betonte Interesse, die Kapelle zu erhalten, scheint nach seinen Äußerungen in „Kirche+Leben“ in der Ausgabe vom 12.06. (online am 30.05. - siehe auch auf der Homepage klarissenkloster-bocholt.de  unter „Presse“) wohl eher gering zu sein, macht Herr Hembrock dies doch von Kostenneutralität, sprich von Vermarktung an andere Konfessionen oder Glaubensgruppen, abhängig. Den Abriss der Klostergebäude hält er demnach wohl für alternativlos. 



Auch ein veritabler Investor, der der IG „Bocholts Werte bewahren“ über einen vermittelnden Bocholter Architekten sein Interesse die Kapelle und möglicherweise auch das Kloster zu übernehmen bekundete, würde das von Pfarrer Hembrock skizzierte Modell wohl nicht bedienen. Dabei böte sich der Pfarrei eine veritable , vielleicht sogar DIE Komplettlösung! Dass Herr Hembrock und sein Kirchenvorstand diese Option immer noch ignorieren, ja nicht einmal bereit sind hierüber Gespräche zu führen, obwohl die Nutzungsideen des Investors sozial, kirchlich und kulturell orientiert sind, und dem Pfarrer der Name des Investors bekannt ist, ist nicht nachvollziehbar. Stattdessen klammert sich die Pfarrei an einen selbstauferlegten Dreistufenplan der eine Vermarktung der Kapelle als letzte Option einstuft. 


Juli 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (3)

Gewiss ist da die Beseitigung von alten Gebäuden und die damit verbundene Rückgewinnung eines lukrativen Bauareals die reizvollere Lösung. Aber wenn die Kirchen wie oben angeführt, schon nicht schuldlos an ihrer Misere sind, dann ist es wenig ehrenhaft sich hinter den bösen Kirchenaustretern zu verstecken. Wer sich z.B. das Immobilienkonzept des Pfarrgemeinde St.Georg ansieht ( frei einsehbar im Internet) , dem wird eine Statistik über die Entwicklung der Austrittszahlen über einen Zeitstrahl von 20 Jahren ins Auge fallen. Obwohl erst die Zahlen der letzten 4 Jahre vorliegen, geht man von einer linearen Fortsetzung der Kirchenaustritte in den kommende 16 Jahren aus. 

Welche Interpretationen lässt eine solche Grafik zu? Ist das Resignation oder Gleichgültigkeit ,oder gibt es doch immer noch unvorstellbar großen Kirchenreichtümer, die die "Kirchenfürsten" ruhig schlafen lassen? Jedes Wirtschaftsunternehmen, ja jeder Privathaushalt müsste und würde auf eine solche Prognose reagieren ,um den Ruin zu verhindern. 

Wir glauben, ein engagierter Kampf und ein kreativer Umgang mit der augenblicklichen Situation würde die Menschen eher beeindrucken als eine Abrissbirne , und es wäre endlich ein positives Signal seitens der Kirchen, das gewiss von vielen erkannt und positiv aufgenommen würde. Der Abriss eines Gotteshauses hingegen mag wirtschaftlich gesehen sinnvoll sein, beschädigt aber gleichzeitig den Ruf der Kirche was wiederum die Zahl der Kirchenaustritte eher anwachsen lässt. Also ein völlig falsches Signal das zudem die Frage aufwirft, ob die Kirche noch an sich selbst glaubt. 


Den Kirchen fehlt offenbar nicht nur ein Konzept, um sich der Entwicklung des Niedergangs entgegenzustellen. Es fehlt ihnen auch an Willen und Mut den dringend erforderlichen Aufbruch herbeizuführen. Die positive Entwicklung in anderen religiösen Gemeinschaften zeigt ja, dass die Abkehr von Religion eben kein gesellschaftlicher Zeitgeist ist. Vielmehr werden lediglich die Kirchen für viele Menschen zunehmend unattraktiv. 

Ein kreativer Umgang hingegen, der mancherorts bereits aufkeimt, würde sowohl gläubigen als auch den kirchenfernen Menschen Hoffnung machen , dass sich ihre Kirche zu einer zukunftsgerichteten und modernen Institution entwickelt. 

Die Kirchen sollten sich also ihren Problemen stellen und Willen und den Mut zeigen Verbesserungen zu erwirken. Sie dürfen sich nicht schweigend dieser Verantwortung entziehen sondern sollten beherzt den Kampf gegen den eigenen Verfall annehmen. Also, „Komm in die Pötte“ St. Georg! 





Juli 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (2)

von Klammen Kassen und altem Reichtum
 

Wie auch, hat man doch jahrhundertelang aus dem Vollen schöpfen und mühelos riesige Reichtümer anhäufen können. Jahrhundertelang haben Dogma und die Unterstellung von Schuld und Sünde die Gläubigen an die Kirche gebunden, und der Ablasshandel bis Ende der 1900er Jahre floriert. 


Nach Recherchen der IG weist das Bistum Münster aktuell immer noch eine Bilanzsumme von rund 2,05 Milliarden Euro aus. Die Summe setzt sich im wesentlichen aus Sachanlagen wie Immobilien und Grundstücken samt Ausstattung im Wert von etwa 743 Millionen Euro sowie aus Finanzanlagen in Höhe von rund 

1,21 Milliarden Euro zusammen. (Kirchenschätze sind in der Regel in der Bilanzsumme eines Kirchenverbands nicht explizit als separate Bilanzposition aufgeführt. Stattdessen werden sie in der Regel als Teil des Gesamtvermögens bewertet und in der Bilanz mit einem geringen Wert oder einem Restwert von einem Euro ausgewiesen.) Dem stehen auf der Passiv-Seite ein Eigenkapital von 1,35 Milliarden Euro, sowie Rückstellungen insbesondere für Pensionsansprüche von Mitarbeitern in Höhe von etwa 650 Millionen Euro entgegen.


Juni 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (1)

Dass deutschlandweit inzwischen jedes 4. Gotteshaus von den zuständigen Bistümern geschlossen wird, wird wirtschaftlich betrachtet den zahlreichen Kirchenaustritten und den damit verbundenen sinkenden Kirchensteuereinnahmen zugeordnet. Aber auch die vielerorts unnötigen und nicht selten überdimensionalen Bauaktivitäten der Bistümer des letzten Jahrhunderts, obwohl die Zahl der Katholiken schon in den 1950er Jahren um teilweise bis zu 40 % gesunken ist, haben, ebenso wie die Verfehlungen einiger Geistlicher, in erheblichem Maße zu dieser Entwicklung beigetragen. Dass von etwa 100 Kirchen 20 der Schließung oder einem Abriss zum Opfer fallen, ist eine traurige Bilanz. 

 Umnutzungsmöglichkeiten , wie in der Bocholter Heilig-Kreuz-Kirche gerade zu erleben , gibt es genug. In anderen Städten und Gemeinden und sowieso bei unseren holländischen Nachbarn gibt es hierfür wunderbare Beispiele. Auch gibt es allen Orts spezialisierte Maklerbüros , die sich auf die Vermarktung von Sakralbauten spezialisiert haben. So gestaltete zum Beispiel das Düsseldorfer Unternehmen „Küss Den Frosch“ eine evangelische Kirche in Homberg eine Grabkammer, die Platz für 6000 Urnen bietet, um. 

Dass eine kommerzielle Nutzung eher kritisch zu sehen ist, und die Einbeziehung beispielsweise eines Sozialverbandes großer baulicher und somit auch der finanzieller Anstrengungen bedarf, ist unbestritten. Am Ende geht es immer um das Wollen und um den von außen geforderten Mut.

Radfahren gegen das Vergessen

In Zusammenarbeit mit dem Onderduikmuseum in Aalten, der Stadt Bocholt und gefördert durch Europe Direct Bocholt findet eine von Bocholt zum National Onderduikmuseum in Aalten eine geführte grenzüberschreitende leichte Radtour auf ruhigen Straßen und Wegen auf deutschem und holländischen Grenzgebiet statt.


Wir besuchen auf einer Rundtour verschiedene kriegshistorische Orte und hören von unseren holländischen Begleitern tiefgehende, ergreifende Erzählungen zu den Kriegsgeschehnissen der Jahre 1940 – 1945.

Auch besuchen wir eine Gedenkstätte die an ein unfassbares Ereignis erinnert.

An diesem Ort wurden kurz vor Kriegsende (am 02.03.1945) von deutschen Wehrmachtsangehörigen in den frühen Morgenstunden 46 Niederländer auf freiem Feld exekutiert.

Diese so genannten „Todeskandidaten“ wurden vorher aus dem Kruisberg - Gefängnis in Doetinchem geholt.

Dieser „Vergeltung“ war eine Aktion der Widerstandsgruppe De Bark vorausgegangen, bei der in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1945 vier deutsche Soldaten getötet wurden.

Diese so genannten „Todeskandidaten“ wurden vorher aus dem Kruisberg - Gefängnis in Doetinchem geholt.

Dieser „Vergeltung“ war eine Aktion der Widerstandsgruppe De Bark vorausgegangen, bei der in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1945 vier deutsche Soldaten getötet wurden.

Geraden in der heutigen Zeit, ist nicht nur bei uns sondern in ganz Europa , sogar weltweit ein Wiedererstarken rechter Tendenzen

zu sehen. Autokraten führen völkerrechtswidrige Angriffskriege, die älteste Demokratie wird in ihren Grundfesten erschüttert und tatkräftig demontiert.

Um so mehr ist es notwendig, auch durch solche Aktionen wie die "Radtour gegen das Vergessen“ Stellung zu beziehen, seine Stimme zu erheben, und nicht tatenlos zuzusehen, wie Geschichte sich Geschichte wiederholt !

Die Radtour richtet sich an Menschen ab 16 Jahren und findet am Sonntag, 31. Mai 2026 statt. Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 40 km.

Die Teilnahmegebühr beträgt 15,- und beinhaltet Veranstaltungsversicherung,Torbegleitung, Informationen und lebhafte Erläuterungen, zwei Besuche im Aaltener Onderduikmuseum mit jeweils Kaffee/Mineralwasser und Gebäck, am Nachmittag gibt es zusätzlich eine Suppe, eine sog. „Vrijheidszoep“ (Freiheitssuppe) die alljährlich von niederländischen Sterneköchen neu kreiert wird. 

Überdies erhalten Teilnehmende ein Ticket für einen Besuch des Onderduikmuseums (gültig bis zum Jahresende). 

Interessenten melden sich bitte per Email unter
[email protected]




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Oktober 2025

Christian Mangen spricht klare Worte

Auch der neue Bocholter Bürgermeister Christian Mangen (hier zu sehen bei einer Informationsveranstaltung unserer Initiative im Juli) positioniert sich eindeutig für den Erhalt des Klarissenklosters und seiner Kapelle. Auch eine Schirmherrschaft über die St. Klara-Kapelle würde er, auf Befragen des Sprechers der Initiative, übernehmen.

Oktober 2025

Lichtschein am Ende des Tunnels ?

Seit nunmehr einem Jahr kämpft unsere Initiative gegen den Abriss der Klara-Kapelle. Und erstmals gibt es mehr als einen Hoffnungsschimmer, dass unsere Bemühungen am Ende Früchte tragen.
Aber Vorsicht vor übertriebener Euphorie! Noch gibt es keine wirkliche Klarheit. Noch haben sich die handelnden Personen nicht entschieden. Noch kann das Pendel in alle Richtungen ausschlagen. 
Als positives Signal kann wohl die Kontaktaufnahme und ein erstes Gespräch  mit einem Bauträger unserer Meinung nach gesehen werden. 
Offen bleibt, was am Ende vom Kloster und von der Kapelle bleibt, ob eventuell Teile der bestehenden Gebäude weitergenutzt werden und welchem Nutzen sie zugeführt werden könnten. Offen ist nach wie vor auch, was letztlich auf dem ca. 6000 m² Klosterareal entstehen soll und ob die Kapelle oder das Kloster oder Teile davon in eine Neubebauung integriert werden können.
Die Pfarrei St. Georg hat diesbezüglich eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, die klarstellen soll, ob die Bausubstanz der Gebäude dies zulässt. Der Erhalt der Kapelle wird seitens der Pfarrei jedenfalls befürwortet. 
 Die Gespräche mit den Beteiligten werden in naher Zukunft weitergehen, man kann gespannt sein.
 



September 2025

Zwischen Hoffen und Bangen.
Ehrliches Interesse oder taktischer Winkelzug?

Die Absicht Gespräche aufzunehmen äußerte Pfarrer Hembrock bereits am 1. April. So wünschte er eine Terminabsprache mit einem Architekten der unsere Bemühungen unterstützt, bezüglich einer Begehung und Besichtigung des Klarissenklosters. 
Jedoch erst jetzt wird es zu einem ersten Gespräch kommen. Der  Inhalt dieser Unterredung steht fest, das Ergebnis bleibt vorerst spekulativ. 
Möglicherweise  scheint es nun doch seitens der Pfarrei St. Georg Interesse an dieser Übernahmemöglichkeit zu geben.
Die Absicht des Architekten und die daraus resultierende Empfehlung an einen befreundeten seriösen lokalen Großunternehmer, Kloster und Kapelle zu übernehmen, Für Teile des Kirchenvorstands ist dies keine Option, sodass die Stimmen die für einen Abriss plädieren nicht verstummen. Tatsache ist, dass  diese wertvolle Problemlösung immer noch ausgebremst scheint und auf dem Abstellgleis gelandet zu sein.

 Nachdem nun ein erstes Gespräch stattgefunden hat und der die Interessen des Investors und unserer Initiative vertretende Architekt die Kapelle und das Kloster besichtigen konnte, haben sich die Protagonisten auf die Fortsetzung von Gesprächen verständigt. Ob hierin eine Weichenstellung Richtung Erhalt von Kapelle und das Kloster zu sehen ist ? 


August 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (4)

Komm in die Pötte, 
St. Georg !


Was das Bocholter Klarissenkloster und seine neugotische Kapelle betrifft, so ist nach den Äußerungen von Pfarrer Hembrock wohl davon auszugehen, dass auf Seiten der Pfarrei kaum Interesse am Erhalten und der Verwendung der Gebäude besteht und die Vermarktung des Grundstücks und des Gartenareals wohl eher Priorität hat. Das von ihm mehrfach betonte Interesse, die Kapelle zu erhalten, scheint nach seinen Äußerungen in „Kirche+Leben“ in der Ausgabe vom 12.06. (online am 30.05. - siehe auch auf der Homepage klarissenkloster-bocholt.de  unter „Presse“) wohl eher gering zu sein, macht Herr Hembrock dies doch von Kostenneutralität, sprich von Vermarktung an andere Konfessionen oder Glaubensgruppen, abhängig. Den Abriss der Klostergebäude hält er demnach wohl für alternativlos. 



Auch ein veritabler Investor, der der IG „Bocholts Werte bewahren“ über einen vermittelnden Bocholter Architekten sein Interesse die Kapelle und möglicherweise auch das Kloster zu übernehmen bekundete, würde das von Pfarrer Hembrock skizzierte Modell wohl nicht bedienen. Dabei böte sich der Pfarrei eine veritable , vielleicht sogar DIE Komplettlösung! Dass Herr Hembrock und sein Kirchenvorstand diese Option immer noch ignorieren, ja nicht einmal bereit sind hierüber Gespräche zu führen, obwohl die Nutzungsideen des Investors sozial, kirchlich und kulturell orientiert sind, und dem Pfarrer der Name des Investors bekannt ist, ist nicht nachvollziehbar. Stattdessen klammert sich die Pfarrei an einen selbstauferlegten Dreistufenplan der eine Vermarktung der Kapelle als letzte Option einstuft. 


Juli 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (3)

Gewiss ist da die Beseitigung von alten Gebäuden und die damit verbundene Rückgewinnung eines lukrativen Bauareals die reizvollere Lösung. Aber wenn die Kirchen wie oben angeführt, schon nicht schuldlos an ihrer Misere sind, dann ist es wenig ehrenhaft sich hinter den bösen Kirchenaustretern zu verstecken. Wer sich z.B. das Immobilienkonzept des Pfarrgemeinde St.Georg ansieht ( frei einsehbar im Internet) , dem wird eine Statistik über die Entwicklung der Austrittszahlen über einen Zeitstrahl von 20 Jahren ins Auge fallen. Obwohl erst die Zahlen der letzten 4 Jahre vorliegen, geht man von einer linearen Fortsetzung der Kirchenaustritte in den kommende 16 Jahren aus. 

Welche Interpretationen lässt eine solche Grafik zu? Ist das Resignation oder Gleichgültigkeit ,oder gibt es doch immer noch unvorstellbar großen Kirchenreichtümer, die die "Kirchenfürsten" ruhig schlafen lassen? Jedes Wirtschaftsunternehmen, ja jeder Privathaushalt müsste und würde auf eine solche Prognose reagieren ,um den Ruin zu verhindern. 

Wir glauben, ein engagierter Kampf und ein kreativer Umgang mit der augenblicklichen Situation würde die Menschen eher beeindrucken als eine Abrissbirne , und es wäre endlich ein positives Signal seitens der Kirchen, das gewiss von vielen erkannt und positiv aufgenommen würde. Der Abriss eines Gotteshauses hingegen mag wirtschaftlich gesehen sinnvoll sein, beschädigt aber gleichzeitig den Ruf der Kirche was wiederum die Zahl der Kirchenaustritte eher anwachsen lässt. Also ein völlig falsches Signal das zudem die Frage aufwirft, ob die Kirche noch an sich selbst glaubt. 


Den Kirchen fehlt offenbar nicht nur ein Konzept, um sich der Entwicklung des Niedergangs entgegenzustellen. Es fehlt ihnen auch an Willen und Mut den dringend erforderlichen Aufbruch herbeizuführen. Die positive Entwicklung in anderen religiösen Gemeinschaften zeigt ja, dass die Abkehr von Religion eben kein gesellschaftlicher Zeitgeist ist. Vielmehr werden lediglich die Kirchen für viele Menschen zunehmend unattraktiv. 

Ein kreativer Umgang hingegen, der mancherorts bereits aufkeimt, würde sowohl gläubigen als auch den kirchenfernen Menschen Hoffnung machen , dass sich ihre Kirche zu einer zukunftsgerichteten und modernen Institution entwickelt. 

Die Kirchen sollten sich also ihren Problemen stellen und Willen und den Mut zeigen Verbesserungen zu erwirken. Sie dürfen sich nicht schweigend dieser Verantwortung entziehen sondern sollten beherzt den Kampf gegen den eigenen Verfall annehmen. Also, „Komm in die Pötte“ St. Georg! 





Juli 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (2)

von Klammen Kassen und altem Reichtum
 

Wie auch, hat man doch jahrhundertelang aus dem Vollen schöpfen und mühelos riesige Reichtümer anhäufen können. Jahrhundertelang haben Dogma und die Unterstellung von Schuld und Sünde die Gläubigen an die Kirche gebunden, und der Ablasshandel bis Ende der 1900er Jahre floriert. 


Nach Recherchen der IG weist das Bistum Münster aktuell immer noch eine Bilanzsumme von rund 2,05 Milliarden Euro aus. Die Summe setzt sich im wesentlichen aus Sachanlagen wie Immobilien und Grundstücken samt Ausstattung im Wert von etwa 743 Millionen Euro sowie aus Finanzanlagen in Höhe von rund 

1,21 Milliarden Euro zusammen. (Kirchenschätze sind in der Regel in der Bilanzsumme eines Kirchenverbands nicht explizit als separate Bilanzposition aufgeführt. Stattdessen werden sie in der Regel als Teil des Gesamtvermögens bewertet und in der Bilanz mit einem geringen Wert oder einem Restwert von einem Euro ausgewiesen.) Dem stehen auf der Passiv-Seite ein Eigenkapital von 1,35 Milliarden Euro, sowie Rückstellungen insbesondere für Pensionsansprüche von Mitarbeitern in Höhe von etwa 650 Millionen Euro entgegen.


Juni 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (1)

Dass deutschlandweit inzwischen jedes 4. Gotteshaus von den zuständigen Bistümern geschlossen wird, wird wirtschaftlich betrachtet den zahlreichen Kirchenaustritten und den damit verbundenen sinkenden Kirchensteuereinnahmen zugeordnet. Aber auch die vielerorts unnötigen und nicht selten überdimensionalen Bauaktivitäten der Bistümer des letzten Jahrhunderts, obwohl die Zahl der Katholiken schon in den 1950er Jahren um teilweise bis zu 40 % gesunken ist, haben, ebenso wie die Verfehlungen einiger Geistlicher, in erheblichem Maße zu dieser Entwicklung beigetragen. Dass von etwa 100 Kirchen 20 der Schließung oder einem Abriss zum Opfer fallen, ist eine traurige Bilanz. 

 Umnutzungsmöglichkeiten , wie in der Bocholter Heilig-Kreuz-Kirche gerade zu erleben , gibt es genug. In anderen Städten und Gemeinden und sowieso bei unseren holländischen Nachbarn gibt es hierfür wunderbare Beispiele. Auch gibt es allen Orts spezialisierte Maklerbüros , die sich auf die Vermarktung von Sakralbauten spezialisiert haben. So gestaltete zum Beispiel das Düsseldorfer Unternehmen „Küss Den Frosch“ eine evangelische Kirche in Homberg eine Grabkammer, die Platz für 6000 Urnen bietet, um. 

Dass eine kommerzielle Nutzung eher kritisch zu sehen ist, und die Einbeziehung beispielsweise eines Sozialverbandes großer baulicher und somit auch der finanzieller Anstrengungen bedarf, ist unbestritten. Am Ende geht es immer um das Wollen und um den von außen geforderten Mut.

Radfahren gegen das Vergessen

In Zusammenarbeit mit dem Onderduikmuseum in Aalten, der Stadt Bocholt und gefördert durch Europe Direct Bocholt findet eine von Bocholt zum National Onderduikmuseum in Aalten eine geführte grenzüberschreitende leichte Radtour auf ruhigen Straßen und Wegen auf deutschem und holländischen Grenzgebiet statt.


Wir besuchen auf einer Rundtour verschiedene kriegshistorische Orte und hören von unseren holländischen Begleitern tiefgehende, ergreifende Erzählungen zu den Kriegsgeschehnissen der Jahre 1940 – 1945.

Auch besuchen wir eine Gedenkstätte die an ein unfassbares Ereignis erinnert.

An diesem Ort wurden kurz vor Kriegsende (am 02.03.1945) von deutschen Wehrmachtsangehörigen in den frühen Morgenstunden 46 Niederländer auf freiem Feld exekutiert.

Diese so genannten „Todeskandidaten“ wurden vorher aus dem Kruisberg - Gefängnis in Doetinchem geholt.

Dieser „Vergeltung“ war eine Aktion der Widerstandsgruppe De Bark vorausgegangen, bei der in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1945 vier deutsche Soldaten getötet wurden.

Diese so genannten „Todeskandidaten“ wurden vorher aus dem Kruisberg - Gefängnis in Doetinchem geholt.

Dieser „Vergeltung“ war eine Aktion der Widerstandsgruppe De Bark vorausgegangen, bei der in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1945 vier deutsche Soldaten getötet wurden.

Geraden in der heutigen Zeit, ist nicht nur bei uns sondern in ganz Europa , sogar weltweit ein Wiedererstarken rechter Tendenzen

zu sehen. Autokraten führen völkerrechtswidrige Angriffskriege, die älteste Demokratie wird in ihren Grundfesten erschüttert und tatkräftig demontiert.

Um so mehr ist es notwendig, auch durch solche Aktionen wie die "Radtour gegen das Vergessen“ Stellung zu beziehen, seine Stimme zu erheben, und nicht tatenlos zuzusehen, wie Geschichte sich Geschichte wiederholt !

Die Radtour richtet sich an Menschen ab 16 Jahren und findet am Sonntag, 31. Mai 2026 statt. Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 40 km.

Die Teilnahmegebühr beträgt 15,- und beinhaltet Veranstaltungsversicherung,Torbegleitung, Informationen und lebhafte Erläuterungen, zwei Besuche im Aaltener Onderduikmuseum mit jeweils Kaffee/Mineralwasser und Gebäck, am Nachmittag gibt es zusätzlich eine Suppe, eine sog. „Vrijheidszoep“ (Freiheitssuppe) die alljährlich von niederländischen Sterneköchen neu kreiert wird. 

Überdies erhalten Teilnehmende ein Ticket für einen Besuch des Onderduikmuseums (gültig bis zum Jahresende). 

Interessenten melden sich bitte per Email unter
[email protected]




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Oktober 2025

Christian Mangen spricht klare Worte

Auch der neue Bocholter Bürgermeister Christian Mangen (hier zu sehen bei einer Informationsveranstaltung unserer Initiative im Juli) positioniert sich eindeutig für den Erhalt des Klarissenklosters und seiner Kapelle. Auch eine Schirmherrschaft über die St. Klara-Kapelle würde er, auf Befragen des Sprechers der Initiative, übernehmen.

Oktober 2025

Lichtschein am Ende des Tunnels ?

Seit nunmehr einem Jahr kämpft unsere Initiative gegen den Abriss der Klara-Kapelle. Und erstmals gibt es mehr als einen Hoffnungsschimmer, dass unsere Bemühungen am Ende Früchte tragen.
Aber Vorsicht vor übertriebener Euphorie! Noch gibt es keine wirkliche Klarheit. Noch haben sich die handelnden Personen nicht entschieden. Noch kann das Pendel in alle Richtungen ausschlagen. 
Als positives Signal kann wohl die Kontaktaufnahme und ein erstes Gespräch  mit einem Bauträger unserer Meinung nach gesehen werden. 
Offen bleibt, was am Ende vom Kloster und von der Kapelle bleibt, ob eventuell Teile der bestehenden Gebäude weitergenutzt werden und welchem Nutzen sie zugeführt werden könnten. Offen ist nach wie vor auch, was letztlich auf dem ca. 6000 m² Klosterareal entstehen soll und ob die Kapelle oder das Kloster oder Teile davon in eine Neubebauung integriert werden können.
Die Pfarrei St. Georg hat diesbezüglich eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, die klarstellen soll, ob die Bausubstanz der Gebäude dies zulässt. Der Erhalt der Kapelle wird seitens der Pfarrei jedenfalls befürwortet. 
 Die Gespräche mit den Beteiligten werden in naher Zukunft weitergehen, man kann gespannt sein.
 



September 2025

Zwischen Hoffen und Bangen.
Ehrliches Interesse oder taktischer Winkelzug?

Die Absicht Gespräche aufzunehmen äußerte Pfarrer Hembrock bereits am 1. April. So wünschte er eine Terminabsprache mit einem Architekten der unsere Bemühungen unterstützt, bezüglich einer Begehung und Besichtigung des Klarissenklosters. 
Jedoch erst jetzt wird es zu einem ersten Gespräch kommen. Der  Inhalt dieser Unterredung steht fest, das Ergebnis bleibt vorerst spekulativ. 
Möglicherweise  scheint es nun doch seitens der Pfarrei St. Georg Interesse an dieser Übernahmemöglichkeit zu geben.
Die Absicht des Architekten und die daraus resultierende Empfehlung an einen befreundeten seriösen lokalen Großunternehmer, Kloster und Kapelle zu übernehmen, Für Teile des Kirchenvorstands ist dies keine Option, sodass die Stimmen die für einen Abriss plädieren nicht verstummen. Tatsache ist, dass  diese wertvolle Problemlösung immer noch ausgebremst scheint und auf dem Abstellgleis gelandet zu sein.

 Nachdem nun ein erstes Gespräch stattgefunden hat und der die Interessen des Investors und unserer Initiative vertretende Architekt die Kapelle und das Kloster besichtigen konnte, haben sich die Protagonisten auf die Fortsetzung von Gesprächen verständigt. Ob hierin eine Weichenstellung Richtung Erhalt von Kapelle und das Kloster zu sehen ist ? 


August 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (4)

Komm in die Pötte, 
St. Georg !


Was das Bocholter Klarissenkloster und seine neugotische Kapelle betrifft, so ist nach den Äußerungen von Pfarrer Hembrock wohl davon auszugehen, dass auf Seiten der Pfarrei kaum Interesse am Erhalten und der Verwendung der Gebäude besteht und die Vermarktung des Grundstücks und des Gartenareals wohl eher Priorität hat. Das von ihm mehrfach betonte Interesse, die Kapelle zu erhalten, scheint nach seinen Äußerungen in „Kirche+Leben“ in der Ausgabe vom 12.06. (online am 30.05. - siehe auch auf der Homepage klarissenkloster-bocholt.de  unter „Presse“) wohl eher gering zu sein, macht Herr Hembrock dies doch von Kostenneutralität, sprich von Vermarktung an andere Konfessionen oder Glaubensgruppen, abhängig. Den Abriss der Klostergebäude hält er demnach wohl für alternativlos. 



Auch ein veritabler Investor, der der IG „Bocholts Werte bewahren“ über einen vermittelnden Bocholter Architekten sein Interesse die Kapelle und möglicherweise auch das Kloster zu übernehmen bekundete, würde das von Pfarrer Hembrock skizzierte Modell wohl nicht bedienen. Dabei böte sich der Pfarrei eine veritable , vielleicht sogar DIE Komplettlösung! Dass Herr Hembrock und sein Kirchenvorstand diese Option immer noch ignorieren, ja nicht einmal bereit sind hierüber Gespräche zu führen, obwohl die Nutzungsideen des Investors sozial, kirchlich und kulturell orientiert sind, und dem Pfarrer der Name des Investors bekannt ist, ist nicht nachvollziehbar. Stattdessen klammert sich die Pfarrei an einen selbstauferlegten Dreistufenplan der eine Vermarktung der Kapelle als letzte Option einstuft. 


Juli 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (3)

Gewiss ist da die Beseitigung von alten Gebäuden und die damit verbundene Rückgewinnung eines lukrativen Bauareals die reizvollere Lösung. Aber wenn die Kirchen wie oben angeführt, schon nicht schuldlos an ihrer Misere sind, dann ist es wenig ehrenhaft sich hinter den bösen Kirchenaustretern zu verstecken. Wer sich z.B. das Immobilienkonzept des Pfarrgemeinde St.Georg ansieht ( frei einsehbar im Internet) , dem wird eine Statistik über die Entwicklung der Austrittszahlen über einen Zeitstrahl von 20 Jahren ins Auge fallen. Obwohl erst die Zahlen der letzten 4 Jahre vorliegen, geht man von einer linearen Fortsetzung der Kirchenaustritte in den kommende 16 Jahren aus. 

Welche Interpretationen lässt eine solche Grafik zu? Ist das Resignation oder Gleichgültigkeit ,oder gibt es doch immer noch unvorstellbar großen Kirchenreichtümer, die die "Kirchenfürsten" ruhig schlafen lassen? Jedes Wirtschaftsunternehmen, ja jeder Privathaushalt müsste und würde auf eine solche Prognose reagieren ,um den Ruin zu verhindern. 

Wir glauben, ein engagierter Kampf und ein kreativer Umgang mit der augenblicklichen Situation würde die Menschen eher beeindrucken als eine Abrissbirne , und es wäre endlich ein positives Signal seitens der Kirchen, das gewiss von vielen erkannt und positiv aufgenommen würde. Der Abriss eines Gotteshauses hingegen mag wirtschaftlich gesehen sinnvoll sein, beschädigt aber gleichzeitig den Ruf der Kirche was wiederum die Zahl der Kirchenaustritte eher anwachsen lässt. Also ein völlig falsches Signal das zudem die Frage aufwirft, ob die Kirche noch an sich selbst glaubt. 


Den Kirchen fehlt offenbar nicht nur ein Konzept, um sich der Entwicklung des Niedergangs entgegenzustellen. Es fehlt ihnen auch an Willen und Mut den dringend erforderlichen Aufbruch herbeizuführen. Die positive Entwicklung in anderen religiösen Gemeinschaften zeigt ja, dass die Abkehr von Religion eben kein gesellschaftlicher Zeitgeist ist. Vielmehr werden lediglich die Kirchen für viele Menschen zunehmend unattraktiv. 

Ein kreativer Umgang hingegen, der mancherorts bereits aufkeimt, würde sowohl gläubigen als auch den kirchenfernen Menschen Hoffnung machen , dass sich ihre Kirche zu einer zukunftsgerichteten und modernen Institution entwickelt. 

Die Kirchen sollten sich also ihren Problemen stellen und Willen und den Mut zeigen Verbesserungen zu erwirken. Sie dürfen sich nicht schweigend dieser Verantwortung entziehen sondern sollten beherzt den Kampf gegen den eigenen Verfall annehmen. Also, „Komm in die Pötte“ St. Georg! 





Juli 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (2)

von Klammen Kassen und altem Reichtum
 

Wie auch, hat man doch jahrhundertelang aus dem Vollen schöpfen und mühelos riesige Reichtümer anhäufen können. Jahrhundertelang haben Dogma und die Unterstellung von Schuld und Sünde die Gläubigen an die Kirche gebunden, und der Ablasshandel bis Ende der 1900er Jahre floriert. 


Nach Recherchen der IG weist das Bistum Münster aktuell immer noch eine Bilanzsumme von rund 2,05 Milliarden Euro aus. Die Summe setzt sich im wesentlichen aus Sachanlagen wie Immobilien und Grundstücken samt Ausstattung im Wert von etwa 743 Millionen Euro sowie aus Finanzanlagen in Höhe von rund 

1,21 Milliarden Euro zusammen. (Kirchenschätze sind in der Regel in der Bilanzsumme eines Kirchenverbands nicht explizit als separate Bilanzposition aufgeführt. Stattdessen werden sie in der Regel als Teil des Gesamtvermögens bewertet und in der Bilanz mit einem geringen Wert oder einem Restwert von einem Euro ausgewiesen.) Dem stehen auf der Passiv-Seite ein Eigenkapital von 1,35 Milliarden Euro, sowie Rückstellungen insbesondere für Pensionsansprüche von Mitarbeitern in Höhe von etwa 650 Millionen Euro entgegen.


Juni 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (1)

Dass deutschlandweit inzwischen jedes 4. Gotteshaus von den zuständigen Bistümern geschlossen wird, wird wirtschaftlich betrachtet den zahlreichen Kirchenaustritten und den damit verbundenen sinkenden Kirchensteuereinnahmen zugeordnet. Aber auch die vielerorts unnötigen und nicht selten überdimensionalen Bauaktivitäten der Bistümer des letzten Jahrhunderts, obwohl die Zahl der Katholiken schon in den 1950er Jahren um teilweise bis zu 40 % gesunken ist, haben, ebenso wie die Verfehlungen einiger Geistlicher, in erheblichem Maße zu dieser Entwicklung beigetragen. Dass von etwa 100 Kirchen 20 der Schließung oder einem Abriss zum Opfer fallen, ist eine traurige Bilanz. 

 Umnutzungsmöglichkeiten , wie in der Bocholter Heilig-Kreuz-Kirche gerade zu erleben , gibt es genug. In anderen Städten und Gemeinden und sowieso bei unseren holländischen Nachbarn gibt es hierfür wunderbare Beispiele. Auch gibt es allen Orts spezialisierte Maklerbüros , die sich auf die Vermarktung von Sakralbauten spezialisiert haben. So gestaltete zum Beispiel das Düsseldorfer Unternehmen „Küss Den Frosch“ eine evangelische Kirche in Homberg eine Grabkammer, die Platz für 6000 Urnen bietet, um. 

Dass eine kommerzielle Nutzung eher kritisch zu sehen ist, und die Einbeziehung beispielsweise eines Sozialverbandes großer baulicher und somit auch der finanzieller Anstrengungen bedarf, ist unbestritten. Am Ende geht es immer um das Wollen und um den von außen geforderten Mut.


Oktober 2025

Christian Mangen spricht klare Worte

Auch der neue Bocholter Bürgermeister Christian Mangen (hier zu sehen bei einer Informationsveranstaltung unserer Initiative im Juli) positioniert sich eindeutig für den Erhalt des Klarissenklosters und seiner Kapelle. Auch eine Schirmherrschaft über die St. Klara-Kapelle würde er, auf Befragen des Sprechers der Initiative, übernehmen.

Oktober 2025

Lichtschein am Ende des Tunnels ?

Seit nunmehr einem Jahr kämpft unsere Initiative gegen den Abriss der Klara-Kapelle. Und erstmals gibt es mehr als einen Hoffnungsschimmer, dass unsere Bemühungen am Ende Früchte tragen.
Aber Vorsicht vor übertriebener Euphorie! Noch gibt es keine wirkliche Klarheit. Noch haben sich die handelnden Personen nicht entschieden. Noch kann das Pendel in alle Richtungen ausschlagen. 
Als positives Signal kann wohl die Kontaktaufnahme und ein erstes Gespräch  mit einem Bauträger unserer Meinung nach gesehen werden. 
Offen bleibt, was am Ende vom Kloster und von der Kapelle bleibt, ob eventuell Teile der bestehenden Gebäude weitergenutzt werden und welchem Nutzen sie zugeführt werden könnten. Offen ist nach wie vor auch, was letztlich auf dem ca. 6000 m² Klosterareal entstehen soll und ob die Kapelle oder das Kloster oder Teile davon in eine Neubebauung integriert werden können.
Die Pfarrei St. Georg hat diesbezüglich eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, die klarstellen soll, ob die Bausubstanz der Gebäude dies zulässt. Der Erhalt der Kapelle wird seitens der Pfarrei jedenfalls befürwortet. 
 Die Gespräche mit den Beteiligten werden in naher Zukunft weitergehen, man kann gespannt sein.
 



September 2025

Zwischen Hoffen und Bangen.
Ehrliches Interesse oder taktischer Winkelzug?

Die Absicht Gespräche aufzunehmen äußerte Pfarrer Hembrock bereits am 1. April. So wünschte er eine Terminabsprache mit einem Architekten der unsere Bemühungen unterstützt, bezüglich einer Begehung und Besichtigung des Klarissenklosters. 
Jedoch erst jetzt wird es zu einem ersten Gespräch kommen. Der  Inhalt dieser Unterredung steht fest, das Ergebnis bleibt vorerst spekulativ. 
Möglicherweise  scheint es nun doch seitens der Pfarrei St. Georg Interesse an dieser Übernahmemöglichkeit zu geben.
Die Absicht des Architekten und die daraus resultierende Empfehlung an einen befreundeten seriösen lokalen Großunternehmer, Kloster und Kapelle zu übernehmen, Für Teile des Kirchenvorstands ist dies keine Option, sodass die Stimmen die für einen Abriss plädieren nicht verstummen. Tatsache ist, dass  diese wertvolle Problemlösung immer noch ausgebremst scheint und auf dem Abstellgleis gelandet zu sein.

 Nachdem nun ein erstes Gespräch stattgefunden hat und der die Interessen des Investors und unserer Initiative vertretende Architekt die Kapelle und das Kloster besichtigen konnte, haben sich die Protagonisten auf die Fortsetzung von Gesprächen verständigt. Ob hierin eine Weichenstellung Richtung Erhalt von Kapelle und das Kloster zu sehen ist ? 


August 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (4)

Komm in die Pötte, 
St. Georg !


Was das Bocholter Klarissenkloster und seine neugotische Kapelle betrifft, so ist nach den Äußerungen von Pfarrer Hembrock wohl davon auszugehen, dass auf Seiten der Pfarrei kaum Interesse am Erhalten und der Verwendung der Gebäude besteht und die Vermarktung des Grundstücks und des Gartenareals wohl eher Priorität hat. Das von ihm mehrfach betonte Interesse, die Kapelle zu erhalten, scheint nach seinen Äußerungen in „Kirche+Leben“ in der Ausgabe vom 12.06. (online am 30.05. - siehe auch auf der Homepage klarissenkloster-bocholt.de  unter „Presse“) wohl eher gering zu sein, macht Herr Hembrock dies doch von Kostenneutralität, sprich von Vermarktung an andere Konfessionen oder Glaubensgruppen, abhängig. Den Abriss der Klostergebäude hält er demnach wohl für alternativlos. 



Auch ein veritabler Investor, der der IG „Bocholts Werte bewahren“ über einen vermittelnden Bocholter Architekten sein Interesse die Kapelle und möglicherweise auch das Kloster zu übernehmen bekundete, würde das von Pfarrer Hembrock skizzierte Modell wohl nicht bedienen. Dabei böte sich der Pfarrei eine veritable , vielleicht sogar DIE Komplettlösung! Dass Herr Hembrock und sein Kirchenvorstand diese Option immer noch ignorieren, ja nicht einmal bereit sind hierüber Gespräche zu führen, obwohl die Nutzungsideen des Investors sozial, kirchlich und kulturell orientiert sind, und dem Pfarrer der Name des Investors bekannt ist, ist nicht nachvollziehbar. Stattdessen klammert sich die Pfarrei an einen selbstauferlegten Dreistufenplan der eine Vermarktung der Kapelle als letzte Option einstuft. 


Juli 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (3)

Gewiss ist da die Beseitigung von alten Gebäuden und die damit verbundene Rückgewinnung eines lukrativen Bauareals die reizvollere Lösung. Aber wenn die Kirchen wie oben angeführt, schon nicht schuldlos an ihrer Misere sind, dann ist es wenig ehrenhaft sich hinter den bösen Kirchenaustretern zu verstecken. Wer sich z.B. das Immobilienkonzept des Pfarrgemeinde St.Georg ansieht ( frei einsehbar im Internet) , dem wird eine Statistik über die Entwicklung der Austrittszahlen über einen Zeitstrahl von 20 Jahren ins Auge fallen. Obwohl erst die Zahlen der letzten 4 Jahre vorliegen, geht man von einer linearen Fortsetzung der Kirchenaustritte in den kommende 16 Jahren aus. 

Welche Interpretationen lässt eine solche Grafik zu? Ist das Resignation oder Gleichgültigkeit ,oder gibt es doch immer noch unvorstellbar großen Kirchenreichtümer, die die "Kirchenfürsten" ruhig schlafen lassen? Jedes Wirtschaftsunternehmen, ja jeder Privathaushalt müsste und würde auf eine solche Prognose reagieren ,um den Ruin zu verhindern. 

Wir glauben, ein engagierter Kampf und ein kreativer Umgang mit der augenblicklichen Situation würde die Menschen eher beeindrucken als eine Abrissbirne , und es wäre endlich ein positives Signal seitens der Kirchen, das gewiss von vielen erkannt und positiv aufgenommen würde. Der Abriss eines Gotteshauses hingegen mag wirtschaftlich gesehen sinnvoll sein, beschädigt aber gleichzeitig den Ruf der Kirche was wiederum die Zahl der Kirchenaustritte eher anwachsen lässt. Also ein völlig falsches Signal das zudem die Frage aufwirft, ob die Kirche noch an sich selbst glaubt. 


Den Kirchen fehlt offenbar nicht nur ein Konzept, um sich der Entwicklung des Niedergangs entgegenzustellen. Es fehlt ihnen auch an Willen und Mut den dringend erforderlichen Aufbruch herbeizuführen. Die positive Entwicklung in anderen religiösen Gemeinschaften zeigt ja, dass die Abkehr von Religion eben kein gesellschaftlicher Zeitgeist ist. Vielmehr werden lediglich die Kirchen für viele Menschen zunehmend unattraktiv. 

Ein kreativer Umgang hingegen, der mancherorts bereits aufkeimt, würde sowohl gläubigen als auch den kirchenfernen Menschen Hoffnung machen , dass sich ihre Kirche zu einer zukunftsgerichteten und modernen Institution entwickelt. 

Die Kirchen sollten sich also ihren Problemen stellen und Willen und den Mut zeigen Verbesserungen zu erwirken. Sie dürfen sich nicht schweigend dieser Verantwortung entziehen sondern sollten beherzt den Kampf gegen den eigenen Verfall annehmen. Also, „Komm in die Pötte“ St. Georg! 





Juli 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (2)

von Klammen Kassen und altem Reichtum
 

Wie auch, hat man doch jahrhundertelang aus dem Vollen schöpfen und mühelos riesige Reichtümer anhäufen können. Jahrhundertelang haben Dogma und die Unterstellung von Schuld und Sünde die Gläubigen an die Kirche gebunden, und der Ablasshandel bis Ende der 1900er Jahre floriert. 


Nach Recherchen der IG weist das Bistum Münster aktuell immer noch eine Bilanzsumme von rund 2,05 Milliarden Euro aus. Die Summe setzt sich im wesentlichen aus Sachanlagen wie Immobilien und Grundstücken samt Ausstattung im Wert von etwa 743 Millionen Euro sowie aus Finanzanlagen in Höhe von rund 

1,21 Milliarden Euro zusammen. (Kirchenschätze sind in der Regel in der Bilanzsumme eines Kirchenverbands nicht explizit als separate Bilanzposition aufgeführt. Stattdessen werden sie in der Regel als Teil des Gesamtvermögens bewertet und in der Bilanz mit einem geringen Wert oder einem Restwert von einem Euro ausgewiesen.) Dem stehen auf der Passiv-Seite ein Eigenkapital von 1,35 Milliarden Euro, sowie Rückstellungen insbesondere für Pensionsansprüche von Mitarbeitern in Höhe von etwa 650 Millionen Euro entgegen.


Juni 2025

Kirchen brauchen Willen und Mut (1)

Dass deutschlandweit inzwischen jedes 4. Gotteshaus von den zuständigen Bistümern geschlossen wird, wird wirtschaftlich betrachtet den zahlreichen Kirchenaustritten und den damit verbundenen sinkenden Kirchensteuereinnahmen zugeordnet. Aber auch die vielerorts unnötigen und nicht selten überdimensionalen Bauaktivitäten der Bistümer des letzten Jahrhunderts, obwohl die Zahl der Katholiken schon in den 1950er Jahren um teilweise bis zu 40 % gesunken ist, haben, ebenso wie die Verfehlungen einiger Geistlicher, in erheblichem Maße zu dieser Entwicklung beigetragen. Dass von etwa 100 Kirchen 20 der Schließung oder einem Abriss zum Opfer fallen, ist eine traurige Bilanz. 

 Umnutzungsmöglichkeiten , wie in der Bocholter Heilig-Kreuz-Kirche gerade zu erleben , gibt es genug. In anderen Städten und Gemeinden und sowieso bei unseren holländischen Nachbarn gibt es hierfür wunderbare Beispiele. Auch gibt es allen Orts spezialisierte Maklerbüros , die sich auf die Vermarktung von Sakralbauten spezialisiert haben. So gestaltete zum Beispiel das Düsseldorfer Unternehmen „Küss Den Frosch“ eine evangelische Kirche in Homberg eine Grabkammer, die Platz für 6000 Urnen bietet, um. 

Dass eine kommerzielle Nutzung eher kritisch zu sehen ist, und die Einbeziehung beispielsweise eines Sozialverbandes großer baulicher und somit auch der finanzieller Anstrengungen bedarf, ist unbestritten. Am Ende geht es immer um das Wollen und um den von außen geforderten Mut.












Georg Spogahn    übernimmt die Wiederherstellung des monumentalen Altarbildes von Johannes Theissing 

Für die Restauration des ca. 2,5 x 5.0 Meter großen Altarbildes, des Bocholter Künstlers und Studienrates Johannes Theissing aus dem Jahre 1958 ,das bis Mitte der 60er Jahre den Altarraum zierte und die Kapelle der Klarissen beherrschte, konnten wir einen renommierten Bocholter Künstler gewinnen. Georg Spogahn wird sich in den kommenden Monaten daran begeben das Bild zunächst fachmännisch zu reinigen und anschließend die Beschädigungen zu beseitigen

Weitere Informationen "Mehr/Presse"





Mai 2025

Namhafter Investor könnte eine Lösung sein.

Schon seit einigen Wochen steht unsere Initiative in intensivem Kontakt mit einem renommierten Bocholter Architekten, der die Kapelle und das Kloster einem Bocholter Großunternehmer, mit dem er seit Jahren eine freundschaftliches Verhältnis hat, zur Übernahme anbieten möchte. Leider erhält der Architekt seitens der Pfarrei St.Georg keine Erlaubnis das Objekt zu besichtigen.
So steht wohl  zu befürchten, dass so eine äußerst vielversprechende Möglichkeit Kapelle und Kloster zu erhalten, ungenutzt bleibt!

Mai 2025

"Tag der offenen Klostertür". Die Darstellungen von Pfarrer Hembrock und was unausgesprochen blieb.



Im Folgenden möchten wir die Aussagen von Pfarrer Hembrock den Einschätzungen der Initiative gegenüberstellen, ergänzen und interpretieren:

 

Auf Anfrage widerspricht Pfarrer Matthias Hembrock vehement: St. Georgs Leitungsgremium habe sich mitnichten auf einen Abriss festgelegt: „Der Kirchenvorstand ist einstimmig dafür, die Kapelle zu erhalten, wenn es möglich ist.“ 



Unsere Skepsis wird jedoch von Stimmen aus dem Kirchenvorstand untermauert ,die nach wie vor den Abriss von Kloster und Kapelle wünschen und dies sogar öffentlich fordern!“Wenn es möglich ist“ oder“mitnichten auf einen Abriss festgelegt“ bedeutet nicht dass Herr Hembrock und sein Kirchenvorstand den Erhalt der Kapelle unbedingt unterstützen. 





Auch könne aus Sicht der Gemeinde keine Rede davon sein, dass sich das Verhältnis zur IG eingetrübt habe. Hembrock stellt heraus: „Ich bin sehr froh über das Engagement der Initiative.“ Unter anderem habe sie dabei geholfen, das verlassene Kloster zu sichern. „Von unserer Seite gibt es keine Verstimmung“, versichert der Geistliche gegenüber dem BBV. 

Auch von mangelnder Gesprächsbereitschaft will er nichts wissen: Sobald 

zum Klarissenkloster das Gutachten vorliege, das die Pfarrei in Auftrag ge- 

geben habe, folgten die nächsten Gespräche. „Ohne Gutachten gibt es hier- 

zu keine Grundlage“, erklärt Matthias Hembrock. Er stellt klar: „Wir folgen dem Plan, den wir seit einem Jahr haben. Wir warten auf die nötigen Informationen, und danach geht es weiter. 



Dass unsere Initiative sich, im Rahmen der von der Pfarrei vorgegebenen Regeln, um die Vermarktung der Gebäude engagiert ,ist Herrn Hembrock bekannt und von ihm zugelassen. Dass es allerdings keine Gesprächsbereitschaft über das Vorhandensein eines veritablen Investors, der im Übrigen Herrn Hembrock namentlich bekannt ist, ist unerklärlich. Gewiss gibt es seitens der Pfarrei eine festgelegte Vorgehensweise, jedoch sollte ein Gespräch mit den beteiligten Personen und die Anhörung von Vorstellungen und Ideen jederzeit möglich sein. 





Mit dem Gutachten bekomme die Gemeinde „hoffentlich eine Ziffer, mit 

der wir auf die interessierten Kirchengemeinden zugehen können“. Das sind Hembrock zufolge die koptische und die syrische Gemeinde sowie 

 „möglicherweise auch eine evangelische Gemeinde“. 



Den despektierlichen Äußerungen Hembrocks zu folge, „die Kopten haben kein Geld, die Kopten sind arme Leute“ fällt einer von drei möglichen Käufern bereits wohl weg. Überdies benötigt die Christlich Orthodoxe Gemeinde weitere Räume um die übliche gemeinsame Mahlzeit nach der Messe herzustellen und einzunehmen. Weitere Klosterräume würden für die Sonntagsschule gebraucht! Also die Kapelle allein reicht nicht aus. „möglicherweise auch eine evangelische Gemeinde“ hört sich eher nicht nach einer reellen Option an. Bleibt zu hoffen, dass die syrische Gemeinde über die Finanzkraft verfügt die Kapelle zu kaufen. 

Ob dieser Unwägbarkeiten ist es um so unverständlicher, dass sich die Pfarrei St.Georg nicht parallel der vorgenannten Übernahme der Gebäude durch eine Stiftung zuwendet. 





Die Begrenzung auf 60 Besucher beim „Tag der offenen Klostertür“ be- 

gründet Matthias Hembrock damit, dass es bei der Veranstaltung „über- 

sichtlich bleiben“ solle. Vorgesehen seien deshalb sechs Gruppen a zehn 

Personen. Auch könne man nicht davon reden, dass interessierte Bürger 

ausgeschlossen würden: Kurz vor dem Ende der Anmeldefrist seien noch 

Plätze frei gewesen. Ob im Klarissenkloster noch weitere Tage der offenen 

Tür stattfinden, sei offen. 



 Nicht nachvollziehbar ist, dass lediglich  60 Personen die Möglichkeit gewährt wurde ,an einer Führung teilzunehmen, wenngleich es bereits eine deutlich höhere Personenzahl gab, die ihr Interesse gegenüber unserer Initiative geäußert hat. Da eine Anmeldung zur Besichtigung nur online erfolgen kann, nimmt man wohl eine Ausgrenzung von Menschen die nicht über diese technische Möglichkeit verfügen billigend in Kauf. Zudem gab es lediglich drei Tage ! vor Meldeschluss eine öffentliche Publikation die auf eine Anmeldemöglichkeit hingewiesen hat. Das Angebot, die Anmeldung auf unserer Homepage anzukündigen, wurde abgelehnt. Die am 1.April von Herrn Hembrock erbetene Hilfe bei der Durchführung eines „Tag des offenen Klosters“ wurde spontan von Seiten von Vertretern unserer Initiativgruppe angeboten, jedoch sind Kreativität und Infragestellungen, der von Seiten der Pfarrei festgelegten Regeln deutlich spürbar unerwünscht und werden abgewürgt. Der Wunsch nach einer Klosterbesichtigung wurde immer wieder unserer Initiative angetragen und wir haben auch schon zu Beginn des Jahres dies Herrn Hembrock übermittelt und unsere Ideen hierzu dargelegt. Aus der Möglichkeit für alle, auch Schulklassen, das Kloster und das Leben und Wirken der Schwestern zu erfahren, ist eine lieblose Alibiveranstaltung geworden. 





Mit Blick auf die räumlich eingeschränkte Besichtigung gibt Hembrock 

zu bedenken: „Wir müssen Sicherheitsaspekte berücksichtigen.“ Das Klo- 

ster und sein Garten seien nicht barrierefrei, der Brandschutz sei zu beach- 

ten, und es gebe „viele Stolperfallen“. Gezeigt werde fast alles, doch den 

Garten „öffnen wir nicht für alle“. 



Unverständlich, dass die Nonnen diesen „Stolperfallen“,, , „Barrieren“ und dem fehlenden „Brandschutz“ jahrzehntelang ausgesetzt waren, und seitens der Pfarrei oder des Bistums nie irgendwelche Maßnahmen ergriffen wurden dies zu beseitigen. Dass nun auch aus „Sicherheits-,Haftungs- und Pietätsgründen“ charakteristische Bereiche der Kapelle, des Klosters und letztlich auch der Klostergarten mit dem aus Baumberger Sandstein wunderschön gearbeiteten Kreuzweg und der Friedhof der Ordensschwestern, mit dem dort befindlichen Massengrab aus dem 2.Weltkrieg, dem interessierten Besucher verschlossen bleiben, ist bedauerlich. Die immer noch sichtbaren Spuren der Exhumierung zweier Ordensschwestern, achtlos herumliegende Grabkreuze und die Verwahrlosung des Friedhofs sollten wohl eher nicht der Pietätlosigkeit ausgesetzt werden. 





Angesprochen auf das entfernte Mobiliar, unterstreicht Matthias Hem- 

brock: „Wir wollen eine Ahnung vermitteln vom klösterlichen Leben. Wir 

wollen nicht den Voyeurismus der Leute bedienen, sondern dankbar erin- 

nern an die Schwestern, die dort gearbeitet und gebetet haben.“ 



Dass das Interesse der Bocholter Bevölkerung am Klarissenkloster und dem täglichen Leben, Arbeiten und Beten von Herrn Hembrock als Voyeurismus bezeichnet wird, ist unsensibel und eher beleidigend. 

Wir ,also die Mitglieder der Initiative, haben „tausendmal“ erfahren, wie sehr sich die Bocholter mit den Klarissen verbunden fühlen, und unzählige liebevoll erzählte Erlebnisse und Anekdoten hierzu gehört. 





Die Möbel, die aus den früheren Zimmern der Schwestern geholt worden 

seien, gingen in die Ukraine. Im Kloster seien sie „nicht mehr gebraucht 

worden“, stellt Hembrock fest. In einem der Schwesternzimmer sei die Möblierung aber noch zu besichtigen; in den Gebetsräumen befänden sich 

nach wie vor die Gebetsbänke und weitere Einrichtungsgegenstände. 



Noch vor dem „Tag des offenen Klosters" wurde ein den Altarraum beherrschendes Kruzifix aus der Kapelle entfernt obwohl die frühere Äbtissin Mutter Maria, die im Übrigen in ihrem Amt einem Pfarrer überstellt ist, verfügt hat, dass solange dort Messfeiern gehalten werden, nichts aus der Kapelle entnommen werden solle. Des weiteren wurden viele Alltagsgegenstände und Devotionalien aus dem Kloster entfernt, die den Besuchern des " Tag des offenen Klosters " das Leben der Schwestern hätten verdeutlichen können. So fehlen leider wichtige Dokumente die die Einfachheit des Klosterlebens authentisch dargestellt hätten. Warum also diese nicht nachvollziehbare Eile mit dem Ausräumen von Kloster und Kapelle? 





Gartengeräte bezeichnet Pfarrer Hembrock für den Alltag im Kloster als „nicht konstitutiv“. 



Die Arbeit im Garten, der Anbau und die Ernte von Gemüse, waren seit je her Bestandteil des Tagesablaufs der Ordensschwestern. Sie wurden zwar stets durch die Bevölkerung mit Geld- oder Lebensmittelspenden unterstützt, versorgten sich aber zum Großteil mit Produkten aus dem Klostergarten. 





Die Orgel, so Hembrock, sei nach St. Bernhard in Lowick gebracht worden, „die fehlte dort. In St.Klara wurde sie nicht mehr genutzt – die wäre dort verkommen. 



Unsensibel und wenig emphatisch wurde gut drei Wochen vor dem Festgottesdienst der Holtwicker Schützen die Kirchenorgel aus der Kapelle entfernt. Diese Transaktion hätte wohl noch warten können, zumal die Absicht hierzu bereits Anfang des Jahres bestand , jedoch aus logistischen Gründen damals nicht ausgeführt werden konnte. Ein den Schützen für ihre Messe zur Verfügung gestelltes Instrument, wurde, ohne Angabe von Gründen , bereits  am selben Tag zurückverlangt. 

Dass die Orgel in der Klara-Kapelle, bei konstanten klimatischen Bedingungen, verkommt ist wohl kein Grund sie aus der Klosterkirche zu entfernen. Hat sich doch dort Jahrzehnte unbeschadet überlebt. 

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